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- 1697: Frieden von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs nach dem Tod Karls II.
- 1704: Schlacht von Höchstädt (Blenheim) während des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1707: Acts of Union schaffen das Königreich Großbritannien
- 1709: Schlacht von Poltawa im Rahmen des Großen Nordischen Kriegs
- 1713: Frieden von Utrecht beendet große Teile des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1715: Jakobitenaufstand in Schottland
- 1718: Frieden von Passarowitz beendet den Österreichisch-Osmanischen Krieg
- 1720: Platzen der South-Sea-Bubble in Großbritannien
- 1697 wurde im Frieden von Rijswijk der jahrelange Konflikt des Neunjährigen Kriegs zwischen Frankreich und der Großen Allianz beendet. Der Vertrag stellte die zuvor umkämpften Gebiete in weiten Teilen wieder her und legte fest, wie sich der europäische Machtkampf künftig entwickeln sollte.
- 1701 begann der Spanische Erbfolgekrieg, ausgelöst durch den Streit um die Nachfolge in Spanien nach dem Tod des letzten Habsburger Königs. In dem Krieg prallten mehrere europäische Mächte aufeinander, um Einfluss auf das spanische Reich und die daraus resultierenden strategischen Möglichkeiten zu gewinnen.
- 1713 wurde im Frieden von Utrecht ein großer Teil des Spanischen Erbfolgekriegs beendet. Der Vertrag regelte die Nachfolge und Neuordnung in den beteiligten Territorien und trug dazu bei, das Kräfteverhältnis in Europa über Jahre neu zu sortieren.
- 1695: Gründung der Bank of Scotland
- 1695: Ablauf des Licensing of the Press Act und damit Ende der gesetzlichen Vorzensur in England
- 1695: Französische Truppen nehmen Namur im Rahmen des Neunjährigen Krieges ein
- 1696: Einrichtung des Board of Trade in England
- 1696: Beginn der Belagerung und Angriffe im Rahmen des Krieges zwischen dem Osmanischen Reich und dem Habsburgerreich (Großer Türkenkrieg)
- 1696: Erschöpfung und Umorganisation der Streitkräfte im Neunjährigen Krieg nach der vorangegangenen Feldzugphase
- 1697: Schlacht von Zenta (11. September 1697)
- 1697: Vertrag von Ryswick (20. September 1697)
- 1697: Überfall auf Haverhill während des King-William’s-War (1697)
- Belagerung von Namur (1695): Im Rahmen des Neunjährigen Krieges belagerten alliierte Truppen unter Führung von Wilhelm III. die strategisch wichtige Festungsstadt Namur in den Südlichen Niederlanden. Namur galt wegen seiner Lage an der Maas als Schlüssel zur Kontrolle der Region; wer die Stadt hielt, konnte die Bewegungen der gegnerischen Armeen erheblich beeinflussen. Nach intensiven Kampfhandlungen und dem Druck der Belagerung musste die französische Verteidigung schließlich weichen, wodurch die Alliierten ihren Einfluss an der Grenze deutlich ausbauen konnten.
- Vertrag von Rijswijk (1697): Mit dem Vertrag von Rijswijk wurde im Jahr 1697 der Neunjährige Krieg zwischen Frankreich unter Ludwig XIV. und der gegen Frankreich gerichteten „Großen Allianz“ beendet. Der Vertrag führte zu einer geordneten Rückgabe und Neuabgrenzung mehrerer Gebiete, stellte jedoch nicht überall den Status quo ante exakt wieder her. Politisch war vor allem bedeutsam, dass die Kräfteverhältnisse in Europa neu austariert wurden und Frankreich seinen Höhepunkt nach dem langen Konflikt nicht weiter ausbauen konnte. Insgesamt schuf der Vertrag die Grundlage für eine Phase der Entspannung, die später allerdings erneut von neuen Konflikten überlagert wurde.
- Schlacht von Zenta (1697): Die Schlacht von Zenta am 11. September 1697 war ein entscheidender Sieg der Habsburger in ihrer Auseinandersetzung mit dem Osmanischen Reich. Unter dem Kommando kaiserlicher Truppen um Eugen von Savoyen griffen die Verbündeten die sich zurückziehenden bzw. überraschbar aufgestellten osmanischen Kräfte an, bevor diese ihre Positionen vollständig stabilisieren konnten. Besonders folgenschwer war, dass Teile der osmanischen Armee im Gefecht in chaotische Situationen gerieten und der Rückzug bzw. die Formierung schwer gestört wurde. Der Ausgang der Schlacht schwächte die Osmanen erheblich und trug dazu bei, dass der Weg für spätere Friedensschlüsse wie den Frieden von Karlowitz (1699) vorbereitet wurde.
- 1697 – Vertrag von Rijswijk (Rückkehr des Friedens nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg)
- 1704 – Schlacht von Blenheim
- 1713 – Vertrag von Utrecht
- 1715 – Tod Ludwigs XIV. und Beginn der Regentschaft in Frankreich
- 1721 – Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges)
- 1733 – Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs (Sizilien-/Schlesienkriege)
- 1748 – Vertrag von Aachen (Aix-la-Chapelle)
- 1756 – Beginn des Siebenjährigen Krieges
1697: Mit dem Vertrag von Rijswijk endete der Krieg der Großen Allianz (u. a. gegen Frankreich). Die Vereinbarungen stellten die politischen Verhältnisse in Europa nach Jahren der Kämpfe neu auf: Territorien wurden zurückgegeben bzw. neu geregelt und die Machtbalance zwischen den europäischen Großmächten wurde für die kommenden Jahre stabilisiert.
1713: Der Frieden von Utrecht beendete den Spanischen Erbfolgekrieg. In Europa festigte der Vertrag die Vorstellungen darüber, wer welche Gebiete kontrollieren sollte, insbesondere in Bezug auf die spanische Krone und ihre europäischen Besitzungen. Damit prägte Utrecht die weitere Entwicklung des europäischen Staatensystems erheblich und beeinflusste die Machtverhältnisse über Jahrzehnte.
1756: Mit dem Beginn des Siebenjährigen Krieges brach ein groß angelegter Konflikt aus, der verschiedene europäische und außereuropäische Kriegsschauplätze miteinander verband. Der Krieg gilt als einer der entscheidenden Strukturbrüche des 18. Jahrhunderts: Großmächte kämpften nicht nur um Territorien, sondern auch um Einfluss in Handels- und Kolonialräumen—mit Folgen für Bündnissysteme und Staatlichkeit.
- 1696 – Zar Peter I. wurde nach dem Tod von Zar Iwan V. alleiniger Herrscher Russlands.
- 1697 – Der Frieden von Rijswijk beendete den Neunjährigen Krieg.
- 1698 – Der Strelitzenaufstand in Moskau wurde niedergeschlagen.
- 1701 – Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1703 – Gründung von Sankt Petersburg durch Peter den Großen.
- 1709 – Schlacht von Poltawa im Großen Nordischen Krieg.
- 1714 – Schlacht bei Gangut, ein großer Seesieg Russlands.
- 1718 – Tod König Karls XII. von Schweden.
- 1721 – Der Frieden von Nystad wurde geschlossen und beendete den Großen Nordischen Krieg.
Der Vertrag von Rijswijk (1697) beendete den Neunjährigen Krieg zwischen Frankreich und der von England, den Niederlanden sowie dem Heiligen Römischen Reich unterstützten Großen Allianz. Durch die Friedensregelungen wurde die Lage in West- und Mitteleuropa wieder stärker ausgeglichen: Frankreich musste zahlreiche Gebietsgewinne zurücknehmen und in strittigen Fragen (u. a. in den Niederlanden sowie am Rhein) Zugeständnisse machen. Zugleich trug der Vertrag dazu bei, den weiteren Machtwettbewerb des späten 17. Jahrhunderts neu zu strukturieren.
Mit dem Ausbruch des Spanischen Erbfolgekriegs (1701) nach dem Tod des spanischen Königs Karl II. spitzte sich der europäische Konflikt um die Nachfolge in Spanien dramatisch zu. Im Kern ging es um die Frage, wer das Erbe des Habsburgerreichs antreten und damit großen Einfluss auf ein weit verzweigtes Imperium gewinnen würde. Der Krieg zog sich über mehrere Jahre hinweg durch große Teile Europas und führte zu erheblichen Umwälzungen bei Bündnissen, Militärstrategien und Gebietsfragen.
Der Frieden von Nystad (1721) beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen Schweden und Russland. Im Ergebnis konnte Russland seine Vorherrschaft im Ostseeraum deutlich ausbauen: Schweden musste weite Gebiete in der Region (u. a. Teile der heutigen baltischen Gebiete) abtreten. Für Russland bedeutete das Abkommen einen zentralen Schritt hin zur Anerkennung als neue Großmacht in Nord- und Osteuropa; gleichzeitig markierte der Frieden das Ende der schwedischen Expansionsphase in dieser Region.