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- 1697 – Tod von König Karl XI. von Schweden; Thronbesteigung Karls XII.
- 1697 – Schlacht von Zenta im Krieg des Heiligen Bundes gegen das Osmanische Reich.
- 1697 – Unterzeichnung des Vertrags von Ryswick (u. a. zur Beendigung des Neunjährigen Krieges in Europa).
- 1697 – Großer Sturm von 1697: schwere Sturmschäden und Überschwemmungen in Teilen Westeuropas.
- 1698 – Rückkehr Peters des Großen aus der Großen Gesandtschaft nach Russland.
- 1698 – Aufstand der Strelitzen in Moskau gegen Peter I.; anschließende Niederschlagung.
- 1698 – Gründung der Hafenstadt Taganrog durch Peter den Großen.
- 1698 – Beginn der Darien-Expedition (schottischer Kolonieversuch in Panama).
- 1698 – Erster Teilungvertrag (Partition Treaty) zur möglichen Aufteilung der spanischen Monarchie im Kontext der Spanischen Erbfolge.
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Am Vertrag von Ryswick (September 1697) wurde der Konflikt des Neunjährigen Krieges in weiten Teilen beigelegt. Der Vertrag regelte Grenz- und Besitzfragen zwischen Frankreich und der Großen Allianz und schaffte damit für mehrere Jahre eine fragile politische Stabilisierung in Europa. Vor allem wurden Rückgaben und territoriale Statusfragen verhandelt, die zuvor durch die militärischen Entwicklungen des Krieges stark umstritten gewesen waren.
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Am 11. September 1697 fand die Schlacht bei Zenta statt, eine der entscheidenden Auseinandersetzungen im Krieg gegen das Osmanische Reich in der Region des Balkans. Die kaiserlichen Truppen errangen dabei einen schweren Sieg, der die militärische Lage der Osmanen deutlich verschlechterte. Der Ausgang der Schlacht hatte unmittelbare Auswirkungen auf die folgenden Verhandlungen und trug dazu bei, dass sich die Machtverhältnisse in der Region kurz darauf zugunsten der Gegner des Osmanischen Reiches verschoben.
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Im Jahr 1698 kam es in Russland zum Strelitzenaufstand, einem Aufstand bewaffneter Einheiten (der Strelizen) gegen die Regierung unter Peter dem Großen. Der Konflikt war eng mit den tiefgreifenden Reformen und der Neuordnung von Heer und Verwaltung verbunden, die den traditionellen Macht- und Lebensbereich der Aufständischen bedrohten. Der Aufstand wurde schließlich blutig niedergeschlagen, was Peters Reformkurs weiter radikalisierte und die politische Neuorientierung in Russland deutlich machte.
- 1697: Friede von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg zwischen Frankreich und der Großen Allianz.
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1713: Friede von Utrecht beendet den Spanischen Erbfolgekrieg (u. a. zwischen Frankreich und England sowie anderen Mächten).
- 1714: Vertrag von Rastatt beendet den Krieg zwischen Frankreich und Österreich endgültig (im Rahmen des Spanischen Erbfolgekriegs).
- 1715: Beginn des Jakobitenaufstands in Großbritannien (Aufstand „The Fifteen“).
- 1721: Unterzeichnung des Vertrags von Nystad beendet den Großen Nordischen Krieg zwischen Schweden und Russland.
- 1739: Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs in Europa (sowie Beginn des Konflikts im Zusammenhang mit dem Krieg um Schlesien).
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs nach dem Tod Kaiser Karls VI. und der Thronfolgefrage.
- 1760: Beginn der letzten Phase des Siebenjährigen Kriegs in Europa, u. a. mit entscheidenden Feldzügen (bis 1761/1763 fortgeführt).
1697 wurde mit dem Frieden von Rijswijk der Neunjährige Krieg in weiten Teilen beigelegt. Der Vertrag regelte insbesondere die kolonialen und europäischen Konfliktfragen zwischen Frankreich und der Großen Allianz (u. a. England/Republik) und führte zu territorialen Rückgaben sowie zu einer vorübergehenden Stabilisierung der Machtverhältnisse in Europa.
1701 verabschiedete das britische Parlament den Act of Settlement. Damit wurde festgelegt, dass in England/Schottland nach dem Aussterben der direkten Linie vor allem protestantische Nachkommen aus dem Haus Hannover den Anspruch auf den Thron haben sollten. Die Entscheidung wirkte langfristig auf die Thronfolge und trug entscheidend dazu bei, den Übergang zur hannoverschen Dynastie abzusichern.
1721 beendete der Frieden von Nystad den Großen Nordischen Krieg zwischen Schweden und Russland. Russland erhielt dabei weitreichende Gebiete im Ostseeraum (u. a. Zugang zu wichtigen Ostsee-Häfen), während Schweden erheblich an Einfluss verlor. Der Vertrag gilt als Meilenstein für Russlands Aufstieg zur europäischen Großmacht.
- 1699 – Vertrag von Karlowitz beendete den Großen Türkenkrieg weitgehend.
- 1701 – Der Act of Settlement sicherte in England die protestantische Thronfolge.
- 1704 – Schlacht von Blenheim: Sieg der Alliierten im Spanischen Erbfolgekrieg.
- 1706 – Schlacht von Ramillies: Marlboroughs Truppen errangen einen entscheidenden Erfolg.
- 1707 – Acts of Union: Gründung des Königreichs Großbritannien durch die Vereinigung Englands und Schottlands.
- 1709 – Schlacht von Poltawa: Peter der Große besiegte Karl XII.; Wendepunkt im Großen Nordischen Krieg.
- 1713 – Vertrag von Utrecht: Abschluss des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1720 – Platzen der South-Sea-Company-Spekulationsblase („South Sea Bubble“) in England.
- 1721 – Vertrag von Nystad: Ende des Großen Nordischen Kriegs zwischen Russland und Schweden.
Am 28. Juni 1709 kam es zur Schlacht von Poltawa. Die Auseinandersetzung zwischen dem schwedischen König Karl XII. und dem russischen Zaren Peter I. endete mit einer schweren Niederlage Schwedens. Damit verlagerte sich das Kräfteverhältnis im Großen Nordischen Krieg deutlich: Russland gewann strategischen Auftrieb, konnte seine Vormachtstellung im Ostseeraum schrittweise ausbauen und festigte Peters Reformpolitik im Rahmen des Krieges.
Der Frieden von Utrecht wurde ab 1713 ausgehandelt und 1715/1714 je nach Vertragsbestand endgültig wirksam. Er beendete den Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) in großen Teilen. Für das europäische Staatensystem war der Vertrag prägend, weil er die politische Ordnung neu ordnete: Verschiedene Gebiete wurden zwischen den europäischen Mächten umverteilt, und die Nachfolgefragen im Haus der Bourbonen sowie die Stellung Großbritanniens in Übersee wurden nachhaltig beeinflusst.
Mit dem Frieden von Nystad wurde 1721 der Große Nordische Krieg zwischen Russland und Schweden weitgehend beendet. Der Vertrag regelte unter anderem den Übergang zentraler Gebiete an Russland, darunter strategisch wichtige Territorien an der Ostsee. Für Russland bedeutete dies einen entscheidenden Durchbruch: Das Land konnte seinen Zugang zur Ostsee sichern und seine Rolle als aufstrebende Großmacht im europäischen Machtgefüge festigen.
- 1697: Vertrag von Ryswick
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1704: Schlacht von Blenheim
- 1713: Vertrag von Utrecht
- 1715: Beginn des Jakobitenaufstands von 1715
- 1721: Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Kriegs)
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Kriegs
- 1763: Vertrag von Paris (Ende des Siebenjährigen Kriegs)
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1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
Der Spanische Erbfolgekrieg brach 1701 aus, nachdem der letzte habsburgische König von Spanien, Karl II., ohne direkte Erben gestorben war. Verschiedene europäische Mächte stritten daraufhin um die Nachfolge und damit indirekt um das Kräftegleichgewicht in Europa. Die Konfliktparteien reichten von den Habsburgern (unter anderem mit dem Anspruch eines Erzherzogs auf den spanischen Thron) bis zu Frankreich (unter Philipp von Anjou). Der Krieg entwickelte sich zu einem gesamteuropäischen und teils auch außereuropäischen Konflikt, in dem Bündnissysteme neu geordnet wurden und militärische wie diplomatische Entscheidungen langfristige Folgen für Staatensystem, Kolonialpolitik und Handelswege hatten. -
1713: Frieden von Utrecht
Mit dem Frieden von Utrecht (abgeschlossen 1713) wurde der Spanische Erbfolgekrieg schrittweise beendet. Die Vereinbarungen regelten die Nachfolge in Spanien und legten fest, welche Gebiete künftig zu welchen Dynastien gehörten. Für viele europäische Mächte war entscheidend, dass das entstehende Machtgefüge stabilisiert und eine dauerhafte Vereinigung von Frankreich und Spanien unter einem Herrscher verhindert wurde. Der Frieden gilt als wichtiger Wendepunkt, weil er sowohl territoriale Neuordnungen als auch langfristige politische Rahmenbedingungen festlegte. Zugleich zeigte sich hier bereits die wachsende Bedeutung von Diplomatie und Vertragswerken, um Kriege auszuhandeln und die eigene Einflusszone zu sichern. -
1763: Pariser Frieden (Ende des Siebenjährigen Krieges)
Der Pariser Frieden von 1763 beendete den Siebenjährigen Krieg, der in weiten Teilen Europas und darüber hinaus geführt worden war. Der Vertrag markierte einen entscheidenden Umbruch in der Machtkonstellation, besonders in Nordamerika und in den Kolonialgebieten: Zentrale Fragen waren Gebietszugeständnisse, die Neuordnung von Einflussbereichen und die Sicherung von Handelswegen. Für das globale Gleichgewicht war besonders bedeutend, dass Frankreich große Teile seines Besitzes verlor, während Großbritannien seine Stellung in mehreren Regionen ausbauen konnte. Der Frieden gilt daher nicht nur als Ende eines großen europäischen Krieges, sondern auch als Schlüsselereignis für die weitere Entwicklung der kolonialen und wirtschaftlichen Rivalitäten im 18. Jahrhundert.