1781 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1702: Schlacht von Vigo Bay
- 1704: Schlacht von Blenheim
- 1706: Schlacht von Ramillies
- 1707: Inkrafttreten des Act of Union (Vereinigung von England und Schottland)
- 1713: Vertrag von Utrecht
- 1715: Tod Ludwigs XIV. und Thronbesteigung Ludwigs XV.
- 1721: Vertrag von Nystad (Beendigung des Großen Nordischen Kriegs)
- 1726: Einsetzung des Obersten Geheimen Rats (Supreme Privy Council) in Russland
- 1701 begann der Spanische Erbfolgekrieg in Europa. Anlass war der Streit um die Nachfolge auf den spanischen Thron nach dem Tod des kinderlosen Königs Karl II. Mehrere Großmächte – insbesondere Frankreich einerseits sowie die habsburgisch geprägte Koalition (später u. a. mit Großbritannien) andererseits – standen sich in einem Konflikt gegenüber, der sich rasch auf verschiedene Kriegsschauplätze ausweitete und die Kräfteverhältnisse in Europa nachhaltig prägte.
- Am 27. Juni 1709 fand die Schlacht bei Poltawa statt. Im Verlauf des Großen Nordischen Krieges trafen Truppen des schwedischen Königs Karl XII. auf das Heer des russischen Zaren Peter I. Die Niederlage der Schweden gilt als entscheidender Wendepunkt: Sie schwächte die schwedische Macht erheblich und stärkte Russlands Stellung dauerhaft, sodass Russland in der Folge immer stärker als mitentscheidende europäische Großmacht auftrat.
- 1721 wurde mit dem Frieden von Nystad der Große Nordische Krieg zwischen Schweden und Russland weitgehend beendet. Der Vertrag regelte territoriale und politische Fragen nach den jahrelangen Kämpfen. Für Russland bedeutete der Frieden vor allem die Anerkennung wichtiger Gebietsgewinne, wodurch der Weg zur weiteren Konsolidierung und zum Ausbau der Einflussnahme im Ostseeraum und darüber hinaus geöffnet wurde.
- 1701: Spanischer Erbfolgekrieg beginnt (1701–1714)
- 1702: Schlacht von Vigo Bay (1702)
- 1707: Vertrag von Utrecht tritt in Kraft (1707)
- 1713: Vertrag von Utrecht wird unterzeichnet (1713)
- 1715: Tod von Ludwig XIV. (1715)
- 1721: Peter der Große gründet die Werften von Sankt Petersburg (1721)
- 1726: Kaiser Karl VI. erlässt die Pragmatik der Sanktion (1726)
- 1740: Österreichischer Erbfolgekrieg beginnt (1740–1748)
- 1756: Siebenjähriger Krieg beginnt (1756–1763)
Der Frieden von Utrecht (1713) beendete den Spanischen Erbfolgekrieg. In einer Reihe von Verträgen zwischen den europäischen Großmächten wurde festgelegt, wer die spanische Krone erhält und wie der Machtkampf um Gebiete in Europa und in Übersee neu geordnet werden sollte. Für das europäische Staatensystem war der Frieden wichtig, weil er die Nachfolgeregelungen stabilisierte, zugleich aber neue Rivalitäten zwischen Frankreich, Spanien und den anderen Mächten anstoßen konnte.
Mit dem Frieden von Nystad (1721) endete der Große Nordische Krieg zwischen dem schwedischen Königreich und dem Bündnis um Russland. Der Vertrag bestätigte vor allem den Gewinn großer Gebiete am Baltikum für Russland und trug dazu bei, dass sich Russland als aufstrebende Macht in Nordeuropa durchsetzen konnte. Schweden musste erhebliche territorialpolitische Verluste hinnehmen, was den Kräftewechsel in der Region deutlich machte.
Der Siebenjährige Krieg (Beginn 1756) markierte einen Wendepunkt in der europäischen Großmachtpolitik, weil er bald in nahezu allen Teilen der Welt Auswirkungen hatte. In Europa standen sich vor allem bedeutende Koalitionen gegenüber, während sich die Konfliktlinien in Kolonien und Handelsräumen überseeisch fortsetzten. Mit seinem Beginn 1756 setzte der Krieg Prozesse in Gang, die schließlich auch politische Neuordnungen und eine Neugewichtung von Einflusszonen zur Folge hatten.
- 1702 – Tod von Wilhelm III. und Thronbesteigung von Königin Anne in England
- 1702 – England erklärt Frankreich den Krieg (Beginn der „Queen Anne’s War“ in Nordamerika)
- 1702 – Beginn des Belagerungskampfs um Bergen op Zoom im Spanischen Erbfolgekrieg
- 1702 – Schlacht von Kliszów im Großen Nordischen Krieg
- 1702 – Schlacht von Luzzara im Spanischen Erbfolgekrieg
- 1702 – Eroberung von Nöteborg (Schlüsselburg) durch russische Truppen im Großen Nordischen Krieg
- 1702 – Schlacht in der Vigo-Bucht (Vigo Bay) im Spanischen Erbfolgekrieg
- 1702 – Beginn der Belagerung von Nimwegen durch verbündete Truppen im Spanischen Erbfolgekrieg
- 1702 – Beginn der großen Feldzugsphase im Niederländisch-Spanischen Kriegsschauplatz mit mehreren Gefechten entlang der Maas
Am 23. Oktober 1702 kam es im Spanischen Erbfolgekrieg zur Seeschlacht von Vigo Bay. Eine britisch-niederländische Flotte griff die spanische Flotte in der Bucht von Vigo an, wodurch viele Schiffe und wichtige Nachschubtransporte für die spanischen Interessen geschädigt wurden. Die Schlacht gilt als ein bedeutender Erfolg der Anti-Frankreich-Koalition zur Schwächung der gegnerischen See- und Versorgungskraft.
Am 18. Juli 1702 fand im Rahmen des Großen Nordischen Krieges die Schlacht bei Kliszów statt. Auf dem Schlachtfeld standen vor allem Truppen des polnisch-sächsischen Bündnisses unter König August II. gegen die schwedischen Kräfte. Die Auseinandersetzung wurde zu einem Wendepunkt, weil sie den weiteren Vormarsch und die Handlungsfähigkeit der beteiligten Mächte in der Region nachhaltig beeinflusste.
Im Sommer 1702 spielte außerdem die Belagerung von Landau im Spanischen Erbfolgekrieg eine wichtige Rolle. Die Festung Landau war aufgrund ihrer Lage strategisch bedeutsam; entsprechend stark war das militärische Interesse der Konfliktparteien. Die Belagerung führte zu einem Wechsel in der Kontrolle über die Region und verstärkte damit den Druck auf gegnerische Stellungen entlang der Rheinlinie.
- 1702: Seeschlacht von Vigo Bay
- 1703: Gründung von Sankt Petersburg durch Peter den Großen
- 1704: Schlacht von Blenheim
- 1706: Schlacht von Ramillies
- 1707: Act of Union (Vereinigung von England und Schottland)
- 1713: Frieden von Utrecht
- 1715: Beginn des Jakobitenaufstands in Großbritannien
- 1721: Frieden von Nystad (Ende des Großen Nordischen Kriegs)
- 1727: Tod der Zarin Katharina I. und Thronbesteigung Peters II.
Schlacht bei Kliszów (1702) prägte den weiteren Verlauf des Großen Nordischen Krieges. In der Schlacht standen sich Truppen des schwedischen Königs Karl XII. und ein sächsisch-polnisches Bündnis unter der Führung von August dem Starken gegenüber. Der schwedische Sieg führte dazu, dass der Einflussbereich der Schweden in Polen-Litauen deutlich zunahm und die Gegner wiederholt empfindliche Rückschläge hinnehmen mussten. Politisch verstärkte die Niederlage des Bündnisses den Druck auf August den Starken, während Schweden in der Folge seine militärische Handlungsfähigkeit weiter ausbauen konnte.
Schlacht von Peterwardein (1716) war eine bedeutende Entscheidungsschlacht im Rahmen des Österreichisch-Osmanischen Krieges (der auch als „Türkenkrieg“ bekannt ist). Bei Peterwardein trafen die habsburgischen Kräfte unter Prinz Eugen von Savoyen auf das osmanische Heer. Der Sieg der Habsburger schwächte die militärische Stellung des Osmanischen Reiches spürbar und machte es wahrscheinlicher, dass die habsburgische Seite im Donauraum weitere strategische Schritte unternehmen konnte. Damit wurde nicht nur eine konkrete Kampfphase entschieden, sondern auch der Weg für spätere Gebietserfolge und die Annäherung an Friedensverhandlungen bereitet.
Frieden von Nystad (1721) beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen Russland und Schweden. Der Vertrag regelte die territorialen Verluste Schwedens zugunsten Russlands und führte dazu, dass Russland große Teile des Ostseeraums fest in seinen Einflussbereich brachte. Besonders folgenschwer war, dass Russland nun über wichtige Küsten- und Hafenregionen verfügte, was seine Stellung als aufstrebende Großmacht nachhaltig stärkte. Gleichzeitig bedeutete der Frieden für Schweden einen tiefen strategischen Einschnitt: Der Verlust zentraler Gebiete schwächte den schwedischen Machtanspruch in Nordeuropa, während Russland seine weitere Expansion und Modernisierung besser absichern konnte.
- 1702 – 8. März: Tod von König Wilhelm III. von England; Königin Anne folgt auf den Thron.
- 1702 – 15. Mai: England erklärt Frankreich im Spanischen Erbfolgekrieg den Krieg.
- 1702 – April: Britische Streitkräfte unter James Moore führen die Belagerung/den Angriff auf St. Augustine (Spanisch-Florida) durch.
- 1702 – 29. Juli: Schlacht von Kliszów (Kliszów) im Großen Nordischen Krieg.
- 1702 – 14. August: Schlacht von Luzzara im Spanischen Erbfolgekrieg in Norditalien.
- 1702 – 11. Oktober: Eroberung von Noteborg (Oreschek/Shlisselburg) durch russische Truppen unter Peter dem Großen.
- 1702 – 14. Oktober: Schlacht von Friedlingen im Oberrheingebiet.
- 1702 – 23. Oktober: Seeschlacht/Überfall bei Vigo Bay gegen die spanische Silberflotte.
- 1702 – Fertigstellung der Festungsstadt Neuf-Brisach nach Plänen von Sébastien Le Prestre de Vauban.
- Am 12. Mai 1702 fiel die Festung Noteburg (Schlüsselburg) bei St. Petersburg an die Truppen Peters des Großen, nachdem diese über Monate hinweg eingeschlossen hatten und der schwer zu verteidigende Bau schließlich erobert werden konnte. Der Erfolg war ein wichtiges Etappenziel im Großen Nordischen Krieg, weil er den Russen die Kontrolle über strategisch bedeutsame Wege in Richtung der Ostsee erleichterte und den Druck auf die schwedische Machtstellung erhöhte. Schlacht um Noteburg
- Am 23. Oktober 1702 kam es zur Schlacht in der Bucht von Vigo, einem entscheidenden Seegefecht im Rahmen des Spanischen Erbfolgekriegs. Britische und niederländische Verbände griffen einen Teil der Flotte und die Versorgungslinien an, die auf die Verbindung zwischen Spanien und dem atlantischen Handel angewiesen waren. Das Gefecht führte zu schweren Verlusten und zeigte zugleich, wie stark Seekrieg und Versorgungslage das Kriegsgeschehen in dieser Epoche prägten.
- Im April 1702 wurde Anne Stuart zur Königin von England gekrönt und damit offiziell an die Spitze der Monarchie gestellt; diese Thronbesteigung und Krönung von Anna (England) markierte einen politischen Neuanfang in einer Zeit, in der Großbritannien zugleich stark in den Konflikt des Spanischen Erbfolgekriegs eingebunden war. Mit der neuen Regentschaft verbanden sich innen- wie außenpolitische Weichenstellungen, insbesondere in Bezug auf Bündnisse, Steuer- und Militärfragen sowie die weitere Ausrichtung der Kriegsstrategie.