1781 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1707: Verabschiedung der Acts of Union und damit Entstehung des Königreichs Großbritannien
- 1709: Schlacht von Poltawa
- 1711: Frieden von Pruth zwischen Osmanischem Reich und Russland
- 1713: Vertrag von Utrecht
- 1715: Tod Ludwigs XIV. und Beginn der Regentschaft bzw. Herrschaft Ludwigs XV.
- 1715: Aufstand der Jakobiten in Schottland (Jacobite Rising of 1715)
- 1718: Vertrag von Passarowitz
- 1721: Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Kriegs)
- 1732: Gründung der britischen Kolonie Georgia in Nordamerika
Mit den Union von England und Schottland (1707) entstanden zum 1. Mai 1707 die politischen Grundlagen für das neue „Königreich Großbritannien“. Nach langen Auseinandersetzungen um Zuständigkeiten, Handel und die Stabilität der Monarchie einigten sich England und Schottland auf eine formelle staatliche Vereinigung. In der Folge erhielten beide Landesteile eine gemeinsame Gesetzgebung und einen gemeinsamen parlamentarischen Rahmen, was innenpolitische Umbrüche auslöste und zugleich die Position Großbritanniens auf europäischer Ebene stärkte.
Der Jakobitenaufstand 1715 war ein Versuch, die Herrschaft in Großbritannien zugunsten der Anhänger des Hauses Stuart zu verändern. Ausgehend von Unzufriedenheit mit der neuen Machtordnung nach dem Tod der Königin Anne sammelten sich in Schottland und Teilen Englands Kräfte, die einen Anspruch auf den Thron erhoben. Der Aufstand wurde jedoch rasch militärisch niedergeschlagen, was die politische Lage weiter verfestigte, die Macht der Loyalisten stärkte und die Jakobitenbewegung langfristig schwächte—mit Folgen für Sicherheitspolitik und inneren Zusammenhalt.
Der Frieden von Nystad (1721) beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen dem Russischen Reich und dem schwedischen Reich. Nach jahrelangen Kämpfen um Einfluss in Osteuropa führte der Friedensschluss zu tiefgreifenden territorialen Verschiebungen: Schweden musste große Gebiete abtreten, während Russland seine Vormachtstellung in der Region deutlich ausbauen konnte. Der Vertrag hatte damit nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf Grenzziehungen und Herrschaftsgebiete, sondern veränderte auch das machtpolitische Gleichgewicht im Ostseeraum dauerhaft.
- 1707: Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien
- 1708: Erste Belagerung von Lille während des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1713: Unterzeichnung des Friedens von Utrecht, Ende des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1715: Beginn des ersten Jakobitenaufstands in Großbritannien
- 1720: Höhepunkt der Südseeblase in Großbritannien
- 1721: Sir Robert Walpole wird Premierminister von Großbritannien, erster de facto Premierminister
- 1727: Tod von König Georg I. von Großbritannien
- 1733: Beginn des Polnischen Thronfolgekriegs
- 1739: Beginn des Kriegs des österreichischen Erbfolgekriegs
- 1740: Friedrich II. wird König von Preußen
- 1751: Gründung der ersten Encyclopédie von Denis Diderot in Frankreich
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges
Am 1. März 1713 trat der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. die Regierung in Preußen an und führte bedeutende Reformen durch, die das Militär und die Verwaltung betrafen. Friedrich Wilhelm I. baute die preußische Armee massiv aus und führte die Wehrpflicht ein. Dadurch wurde Preußen zu einer der stärksten Militärmächte Europas. Außerdem verbesserte er die staatliche Verwaltung durch die Einführung von zentralen Behörden wie dem Generaldirektorium und förderte die Wirtschaftsproduktion durch seine merkantilistische Politik. Seine Regierungszeit war geprägt von Sparsamkeit und Effizienz, wodurch er das Land wirtschaftlich und finanziell stabilisierte.
Am 10. Mai 1741 kam es zur „Schlacht von Mollwitz“, die im Rahmen des Österreichischen Erbfolgekrieges stattfand. Friedrich II. von Preußen versuchte, die reiche Provinz Schlesien zu erobern, die von Österreich kontrolliert wurde. In dieser Schlacht trafen preußische Truppen unter dem Kommando Friedrichs II. und österreichische Truppen unter der Führung von General Wilhelm Reinhard von Neipperg aufeinander. Trotz Anfangsschwierigkeiten gelang es den Preußen letztendlich, einen entscheidenden Sieg zu erringen. Die Schlacht markierte den Beginn einer Reihe von militärischen Erfolgen Friedrichs und etablierte Preußen als bedeutende europäische Macht.
Am 11. Oktober 1733 begann mit der Belagerung von Danzig der „Polnische Thronfolgekrieg“. Der Konflikt brach nach dem Tod von König August II. von Polen-Litauen aus, als sich verschiedene europäische Mächte in den Streit um die Nachfolge einmischten. Frankreich unterstützte Stanislaus I. Leszczyński, während Österreich und Russland August III. favorisierten. Die Belagerung von Danzig war eines der ersten größeren Gefechte dieses Krieges, wo französische und polnische Truppen die Stadt verteidigen mussten. Die Belagerung endete mit der Niederlage der Verteidiger und der Feststellung von August III. auf dem polnischen Thron. Der Krieg hatte weitreichende Folgen für die europäische Politik und führte zu einer verstärkten Russifizierung Polens.
- 1707: Act of Union—Schottland und England werden zum Königreich Großbritannien vereint.
- 1715: Jakobitischer Aufstand (1715 Rising) in Großbritannien beginnt.
- 1721: Vertrag von Nystad—Beendigung des Großen Nordischen Krieges.
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs.
- 1748: Frieden von Aachen (Vertrag von Aix-la-Chapelle)—Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges.
- 1763: Vertrag von Paris—Ende des Siebenjährigen Krieges.
- 1775: Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs (u. a. Schlachten von Lexington und Concord).
- 1778: Französisch-US-amerikanischer Allianzvertrag—Frankreich tritt in den Krieg ein.
1707 kam es mit dem Act of Union 1707 zur politischen Vereinigung von England und Schottland. Nach langen Verhandlungen trat am 1. Mai 1707 der Zusammenschluss beider Königreiche zum Königreich „Großbritannien“ in Kraft. Die Regelungen legten gemeinsame Institutionen fest (etwa ein Parlament in London) und schufen damit eine neue Grundlage für die britische Außenpolitik, die Wirtschaftsentwicklung und die spätere Rolle im europäischen Mächtekonzert.
Im Jahr 1756 begann der Siebenjährige Krieg, einer der bedeutendsten Konflikte des 18. Jahrhunderts. Der Krieg entwickelte sich zugleich in Europa, Nordamerika (unter anderem als Teil der Auseinandersetzungen um Kolonien) und in anderen Weltregionen. Große europäische Mächte standen sich in wechselnden Koalitionen gegenüber, was den Krieg zu einem „Weltkrieg“ vor dem modernen Sinn machte. Besonders prägend waren die Kämpfe um Einfluss und Territorien sowie die langfristigen Folgen für Machtverhältnisse, Staatsfinanzen und die weitere politische Entwicklung in mehreren Ländern.
1778 brach der Bayerische Erbfolgekrieg aus, ausgelöst durch einen Streit über die Nachfolge im Kurfürstentum Bayern. Der Konflikt wurde in der europäischen Politik vor allem zwischen dem Haus Habsburg und seinen Gegnern ausgetragen und führte zu militärischen Auseinandersetzungen in Süddeutschland. Der Krieg verdeutlichte, wie Erb- und Rechtsfragen in dieser Zeit unmittelbar zu machtpolitischen Krisen werden konnten, und er endete mit einer Neuordnung, die die weitere Dynamik im Alten Reich beeinflusste.
- 1707: Act of Union – Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien
- 1709: Schlacht von Poltawa
- 1713: Vertrag von Utrecht
- 1714: Tod von Königin Anne – Thronbesteigung von Georg I. in Großbritannien
- 1715: Jakobitischer Aufstand (1715)
- 1718: Vertrag von Passarowitz (Frieden zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich)
- 1720: Platzen der South-Sea-Bubble in Großbritannien
- 1721: Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges)
- 1732: Gründung der britischen Kolonie Georgia (Charter)
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1. Mai 1707: Durch den Act of Union entstand das Königreich Großbritannien. England und Schottland wurden zu einem Staat zusammengeschlossen. Politisch bedeutete das u. a. die Umstrukturierung der Regierung und die (nach und nach) wirksame Einbindung schottischer Institutionen in das neue Staatswesen, was langfristig auch die Entwicklung von Handel, Kolonialpolitik und Machtprojektion Großbritanniens prägte.
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1715–1716: Der Jakobitische Aufstand von 1715 war ein Versuch, die Herrschaft in Großbritannien wieder zugunsten der „Jakobiten“ zu ändern. Anlass war die Thronfolge nach dem Tod von Königin Anne und die Festigung der hannoverschen Linie. Der Aufstand führte zu massiven militärischen Einsätzen und Repressionen; zudem wirkte er sich auf das politische Klima aus und verstärkte die staatliche Bereitschaft, mögliche Gegenkräfte frühzeitig zu unterdrücken.
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30. August 1721: Mit dem Vertrag von Nystad wurde der Große Nordische Krieg zwischen Russland und Schweden beendet. Der Vertrag regelte Gebietsabtretungen und beendete den langjährigen Konflikt, der die Machtverhältnisse im Ostseeraum nachhaltig verschoben hatte. Für Russland bedeutete das Abkommen einen großen Schritt hin zum Aufstieg als europäische Großmacht, während Schweden zwar territoriale Verluste hinnehmen musste, aber eine Neuordnung der eigenen politischen und militärischen Strategien anstoßen konnte.