1787 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1711: 1. März – Die erste Ausgabe der britischen Zeitschrift „The Spectator“ erscheint.
- 1711: 17. April – Kaiser Joseph I. stirbt; damit wird die Nachfolgefrage in den Habsburgerlanden akut.
- 1711: 18. April – Louis, Herzog von Burgund (Enkel Ludwigs XIV.) stirbt in Frankreich.
- 1711: 8.–12. Juli – Schlacht am Pruth im Russisch-Osmanischen Krieg.
- 1711: 21. Juli – Vertrag von Passarowitz/Pruth (genauer: Frieden von Pruth) zwischen Russland und dem Osmanischen Reich wird geschlossen.
- 1711: 12. Oktober – Erzherzog Karl wird zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewählt (ab 1711 als Karl VI.).
- 1711: Juli/September – Beginn des Tuscarora-Krieges in Nordamerika (Kolonialzeit in den heutigen USA).
- 1711: 24. Februar – Händels Oper „Rinaldo“ feiert in London Premiere.
- 1711: September – Die alliierten Truppen unter Marlborough nehmen Bouchain im Spanischen Erbfolgekrieg ein.
Am Tod von Joseph I. (17. April 1711) endete die Herrschaft von Habsburgern im Heiligen Römischen Reich in einer Zeit, die stark vom Spanischen Erbfolgekrieg und den Auseinandersetzungen in Europa geprägt war. Joseph I. war Mitregent und Nachfolger seines Vaters Leopold I.; sein plötzlicher Tod brachte die Frage der Nachfolge rasch auf die Tagesordnung. Politisch verschob sich damit das Machtgefüge, weil die nächsten Entscheidungen über die kaiserliche Führung unmittelbar Einfluss auf Bündnisse und Verhandlungsbereitschaft der europäischen Großmächte hatten.
Im Zuge der Nachfolge nach Joseph I. kam es zur Thronbesteigung von Karl VI. als römisch-deutscher Kaiser (ab Herbst 1711). Karl VI. galt als zentrale Gestalt der habsburgischen Politik in der Schlussphase des Spanischen Erbfolgekriegs und prägte die Strategie gegenüber Frankreich und den übrigen Gegnern. Seine Herrschaft war zudem eng mit der umstrittenen Erbregelung für die habsburgischen Länder verbunden (u. a. die Pragmatische Sanktion), was die innen- und außenpolitische Stabilität der Monarchie langfristig beeinflusste.
Im Osten Europas bestimmte der Pruthfeldzug (1711) die Schlagzeilen: Peter der Große führte eine russische Offensive gegen das Osmanische Reich, die jedoch am Pruth unter starken Belagerungs- und Nachschubproblemen aus dem Gleichgewicht geriet. Die Lage der russischen Armee wurde so kritisch, dass es schließlich zu einem Vermittlungs- und Friedensschluss kam. Der Ausgang des Feldzugs hatte unmittelbare Folgen für Russlands strategische Möglichkeiten im Schwarzmeerraum und zeigte zugleich, wie stark die konkurrierenden Großmächte des Nord- und Ostens in dieser Phase voneinander abhängig waren.
- 1712: Schlacht von Denain (Wende im Spanischen Erbfolgekrieg zugunsten Frankreichs)
- 1714: Frieden von Rastatt (Beendigung großer Teile des Spanischen Erbfolgekriegs in Europa)
- 1718: Vertrag von Passarowitz (Abschluss des Osmanisch-Habsburgischen Krieges)
- 1721: Friede von Nystad (Beendigung des Großen Nordischen Krieges)
- 1748: Frieden von Aix-la-Chapelle (Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs)
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges
- 1763: Vertrag von Paris (Ende des Siebenjährigen Krieges; Neuordnung in Nordamerika)
- 1776: Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten (13 Kolonien)
- 1788: Neuhampshire ratifiziert als 9. Staat die US-Verfassung (Verfassungsübergang ab 1789 möglich)
1718 wurde der Frieden von Passarowitz zwischen dem Osmanischen Reich und der Habsburgermonarchie geschlossen. Der Vertrag beendete weitgehend den Konflikt um Einflussgebiete in Südosteuropa und führte zu klareren Grenzziehungen sowie zu einer vorübergehenden Stabilisierung der Machtverhältnisse in der Region.
1748 schlossen die europäischen Großmächte den Aachener Frieden (Frieden von Aachen). Er beendete den Österreichischen Erbfolgekrieg und stellte nach jahrelangen Kämpfen viele territoriale Fragen wieder in einen ausgeglicheneren Zustand; gleichzeitig gilt er als wichtiger Wendepunkt für die spätere europäische Bündnispolitik.
1787 kam es in Philadelphia während des Verfassunggebenden Konvents zur Ausarbeitung der US-Verfassung. Nach der Unabhängigkeit suchten die Staaten nach einer tragfähigeren staatlichen Ordnung; das Ergebnis war eine neue Verfassungsstruktur mit Gewaltenteilung und föderalen Elementen, die die Grundlage für die bis heute bestehende politische Ordnung der Vereinigten Staaten schuf.
- 1712: Der Frieden von Utrecht wird unterzeichnet und beendet den Spanischen Erbfolgekrieg zwischen mehreren europäischen Mächten.
- 1712: Der Cary’s Rebellion bricht in der Provinz Carolina in Nordamerika aus.
- 1712: Die Carolina-Kolonien erlassen das "Protestantische Gesetz", um die religiösen Freiheiten der anglikanischen Kirche zu wahren.
- 1713: Der Vertrag von Utrecht wird ratifiziert und endet damit die Kriegszustände zwischen Spanien und Großbritannien.
- 1713: Der Frieden von Rastatt wird geschlossen und beendet den Konflikt zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich als Teil des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1714: Der Spanische Erbfolgekrieg endet mit dem Vertrag von Rastatt und dem Frieden von Baden.
- 1714: Georg Ludwig von Hannover wird als Georg I. König von Großbritannien und Irland.
- 1714: Der russische Zar Peter der Große gründet das Kunstkammer-Museum in St. Petersburg.
- 1714: Der schwedische König Karl XII. beendet sein langes Exil im Osmanischen Reich und kehrt nach Schweden zurück.
- 1715: Der Erste Friedensschluss von Paris wird zwischen Frankreich und Großbritannien unterzeichnet.
- 1715: Der Tod von Ludwig XIV. von Frankreich führt zur Thronbesteigung seines Urenkels Ludwig XV.
- 1715: Der Jakobitenaufstand in Schottland beginnt mit der Landung von James Francis Edward Stuart.
- 1716: Der Wendischer Kreuzzug endet mit dem Sieg der polnisch-sächsischen und preußischen Streitkräfte über das Osmanische Reich.
- 1716: Die Samenrebellion im schwedischen Teil Lapplands wird brutal niedergeschlagen.
1. Am 11. Dezember 1712 fand die Schlacht bei Gadebusch statt. Diese Schlacht war ein bedeutender militärischer Konflikt während des Großen Nordischen Krieges, bei dem die schwedischen Truppen unter dem Kommando von General Magnus Stenbock einen entscheidenden Sieg gegen die dänisch-sächsischen Streitkräfte der Koalition errangen. Die Schlacht fand in der Nähe der Stadt Gadebusch in Mecklenburg-Vorpommern statt und war der letzte bedeutende Sieg der schwedischen Armee während des Krieges. Der Ausgang veränderte die strategische Lage in Norddeutschland erheblich, konnte jedoch den stetigen Niedergang Schwedens als Großmacht nicht verhindern, da Schweden trotz seines Sieges keine nachhaltigen Erfolge erzielen konnte.
2. In den Jahren 1713 bis 1714 führte der Rastatter Kongress, der mit dem Frieden von Rastatt am 6. März 1714 seinen Abschluss fand, zur Beendigung des Spanischen Erbfolgekriegs in Süddeutschland. Die Verhandlungen fanden zwischen Frankreich, vertreten durch den Herzog von Villars, und dem Heiligen Römischen Reich, vertreten durch den Prinzen Eugen von Savoyen, statt. Der Vertrag von Rastatt bestätigte die Bestimmungen des Friedens von Utrecht von 1713 und führte unter anderem zur territorialen Neuordnung Europas. Frankreich trat Gebiete in den Niederlanden ab und behielt Elsass, während Österreich große Gebiete in Italien und den südlichen Niederlanden gewann. Diese Vereinbarungen stabilisierten das Machtgefüge in Europa und legten den Grundstein für das Österreichische Erbe in der Region.
3. Am 23. Januar 1716 traf der habsburgische Kaiser Karl VI. mit seiner Unterschrift auf die sogenannte Pragmatische Sanktion eine weitreichende Entscheidung für die Erbfolge in den habsburgischen Landen. Die Pragmatische Sanktion stellte sicher, dass die Habsburgmonarchie unteilbar blieb und erlaubte erstmals in der Geschichte der Habsburger die weibliche Thronfolge, was bedeutete, dass auch eine Frau – in diesem Fall seine Tochter Maria Theresia – die Herrschaft übernehmen konnte. Diese Regelung wurde zur Grundlage für die Weiterführung der habsburgischen Dynastie, führte jedoch später zu inneren und äußeren Konflikten, da andere europäische Mächte die weibliche Erbfolge nicht anerkannten, was schließlich zur Ursache des Österreichischen Erbfolgekriegs wurde.
- 1715 - Der Spanische Erbfolgekrieg endet mit dem Frieden von Utrecht.
- 1718 - Die Piratenärä endet mit der Hinrichtung von Blackbeard.
- 1720 - Die Südseeblase, eine Finanzkrise in Großbritannien, platzt.
- 1721 - Robert Walpole wird Großbritanniens erster de facto Premierminister.
- 1722 - Zar Peter der Große schafft das Russische Kaiserreich.
- 1727 - In Großbritannien endet die Regentschaft von Georg I., Georg II. steigt auf den Thron.
- 1729 - Die Katholischen Heiligen wurden unter Papst Benedikt XIII. kodifiziert veröffentlicht.
- 1733 - Der Molasse Act wird von Großbritannien zur Besteuerung der Kolonien beschlossen.
- 1740 - Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1745 - Die Schlacht bei Fontenoy im Österreichischen Erbfolgekrieg.
- 1755 - Erdbeben von Lissabon: Zerstörung der portugiesischen Hauptstadt.
- 1756 - Siebenjähriger Krieg beginnt in Europa.
1715 endete der Spanische Erbfolgekrieg mit dem Frieden von Utrecht. Der Konflikt, der von 1701 bis 1714 andauerte, war ein Machtkampf um die Nachfolge im spanischen Königshaus. Der Frieden von Utrecht führte zu bedeutenden territorialen Verschiebungen in Europa. Beispielsweise trat Spanien das Herzogtum Mailand, das Königreich Neapel und Sardinien an Österreich ab, und Gibraltar und Menorca fielen an Großbritannien. Der Vertrag markierte das Ende der spanischen Hegemonie und den Aufstieg Großbritanniens als bedeutende Seemacht. Weitere Informationen finden Sie auf der Wikipedia-Seite über den Frieden von Utrecht.
1740 begann der Österreichische Erbfolgekrieg, der bis 1748 dauerte. Der Krieg brach aus, nachdem Karl VI. ohne männlichen Erben verstarb und seine Tochter Maria Theresia seine Nachfolge antrat. Dies führte zu Streitigkeiten über die Rechtmäßigkeit ihrer Herrschaft, insbesondere im Hinblick auf die Pragmatische Sanktion. Europa wurde in den Konflikt hineingezogen, wobei Preußen, Frankreich und Bayern sich gegen Österreich stellten, während Großbritannien, Holland und Sachsen auf der Seite Maria Theresias kämpften. Der Krieg endete mit dem Frieden von Aachen, der Status quo ante bellum wiederherstellte, aber Preußen hielt Schlesien. Weitere Informationen gibt es auf der Wikipedia-Seite über den Österreichischen Erbfolgekrieg.
1756 begann der Siebenjährige Krieg, der bis 1763 andauerte. Dieser globale Konflikt betraf viele große Mächte jener Zeit, darunter Großbritannien, Frankreich, Preußen, Österreich, Russland und Spanien. Der Krieg hatte viele Fronten, einschließlich Europa, Indien und Nordamerika (wo er als Franzosen- und Indianerkrieg bekannt ist). In Europa standen Preußen und Großbritannien auf der einen Seite gegen eine Koalition aus Österreich, Russland, Frankreich und Schweden auf der anderen Seite. Der Krieg endete mit dem Frieden von Paris (1763), in dem Großbritannien wichtige Kolonialgebiete gewann, darunter Kanada und Florida, während Preußen seine Herrschaft über Schlesien bestätigte. Mehr Details erfahren Sie auf der Wikipedia-Seite über den Siebenjährigen Krieg.
- 1713: Frieden von Utrecht
- 1715: Tod von Ludwig XIV. von Frankreich
- 1720: Südseeblase platzt in England
- 1733: Beginn des Polnischen Thronfolgekriegs
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1748: Frieden von Aachen
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Kriegs
- 1763: Frieden von Paris
- 1773: Boston Tea Party
- 1776: Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten
- 1789: Beginn der Französischen Revolution
- 1791: Bill of Rights tritt in den USA in Kraft
Am 15. Juni 1741 erstürmte die russische Armee im Österreichischen Erbfolgekrieg die Festung von Azov. Dieses Ereignis war bedeutend, da es nach dem Zustandekommen einer Allianz zwischen Österreich und Russland gegen Preußen geschah. Der Krieg hatte weitreichende Konsequenzen für die Machtverhältnisse in Europa sowie für die territoriale Aufteilung in Osteuropa, was Russland in seiner politischen und militärischen Position stärkte. Mehr Informationen finden Sie auf Wikipedia.
Am 14. Juli 1789 erreichten soziale und politische Spannungen in Frankreich ihren Höhepunkt mit dem Sturm auf die Bastille. Dieses Ereignis markiert den Beginn der Französischen Revolution, die fundamentale Veränderungen in der politischen Struktur Frankreichs zur Folge hatte. Die Bastille war ein Symbol der königlichen Tyrannei, und ihr Fall symbolisierte das Ende der absolutistischen Herrschaft und den Beginn der Revolution, die zur Entwicklung moderner Republiken führte. Mehr Informationen finden Sie auf Wikipedia.
Am 4. Juli 1776 erklärten die dreizehn Kolonien in Nordamerika ihre Unabhängigkeit von Großbritannien durch die Annahme der Unabhängigkeitserklärung. Dieses Dokument wurde von Thomas Jefferson verfasst und von Vertretern der verschiedenen Kolonien unterzeichnet. Die Unabhängigkeitserklärung führte zur Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika und ist ein Grundpfeiler der amerikanischen Identität. Es beeinflusste auch andere nationale Unabhängigkeitsbewegungen weltweit. Mehr Informationen finden Sie auf Wikipedia.