1781 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1713: Friede von Utrecht zwischen mehreren europäischen Mächten
- 1715: Tod von König Ludwig XIV. von Frankreich
- 1717: Beginn des Österreichisch-Osmanischen Krieges (7. Österreichisch-venezianischer Krieg)
- 1718: Frieden von Passarowitz zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich
- 1718: Gründung der Tranche der Seemacht in Großbritannien: Royal Navy organisiert nach den Erwartungen des Krieges
- 1719: Jakobitischer Aufstand in Schottland scheitert (Aufstand des “Old Pretender”)
- 1720: Untergang der South Sea Company und wirtschaftliche Krise in Großbritannien (South Sea Bubble)
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1743: Auftakt des Zweiten Schlesischen Krieges im Kontext des Österreichischen Erbfolgekriegs
- Frieden von Utrecht (1713) beendete den Spanischen Erbfolgekrieg und schuf eine neue politische Ordnung in Europa. In zahlreichen Einzelverträgen wurden Gebiete und Einflussbereiche neu verteilt, wodurch die machtpolitische Stellung der beteiligten europäischen Großmächte nachhaltig verändert wurde. Besonders wichtig war die Festlegung, wer in Spanien regieren durfte und welche Territorien an andere Mächte fielen. Der Frieden gilt daher als ein zentraler Meilenstein für die Entwicklung eines neuen Gleichgewichts der Mächte im frühen 18. Jahrhundert.
- Frieden von Passarowitz (1718) stellte nach dem Osmanisch-Habsburgischen Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und Österreich (Habsburgermonarchie) einen wichtigen Ausgleich her. Der Vertrag führte zu Gebietswechseln an der Balkan- und Donaugrenze und schuf für mehrere Jahre eine Phase relativer Stabilität in der Region. Zudem beeinflusste der Frieden die strategische Lage beider Seiten erheblich, weil er festlegte, welche Territorien wiederholt umkämpft worden waren, und dadurch die militärischen Möglichkeiten für die folgenden Konflikte veränderte.
- Österreichischer Erbfolgekrieg (ab 1740) begann mit dem Streit um die Nachfolge in den habsburgischen Erblanden nach dem Tod Kaiser Karls VI. Die Auseinandersetzung entwickelte sich rasch zu einem gesamteuropäischen Konflikt, weil mehrere Mächte die Gelegenheit nutzten, eigene Interessen gegenüber dem Habsburgerreich durchzusetzen. Im Zeitraum bis 1743 prägten verschiedene Feldzüge und Bündnisverschiebungen den Verlauf des Krieges; zugleich zeigte sich, wie eng dynastische Fragen, territorialer Wettbewerb und das Machtgleichgewicht in Europa miteinander verknüpft waren.
- 1713: Frieden von Utrecht beendet den Spanischen Erbfolgekrieg
- 1714: Schlacht bei Gangut während des Großen Nordischen Krieges
- 1715: Tod von König Ludwig XIV. von Frankreich
- 1717: Gründung der ersten Freimaurerloge in London
- 1718: Beginn des Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieges
- 1719: Erscheinen von Daniel Defoes "Robinson Crusoe"
- 1720: Die Große Pest von Marseille bricht aus
- 1721: Zar Peter der Große wird zum Kaiser von ganz Russland proklamiert
- 1722: Einführung der Prügelstrafe in Preußen durch Friedrich Wilhelm I.
- 1725: Tod von Zar Peter dem Großen
- 1727: Georg II. besteigt den britischen Thron
- 1733: Erster Heißluftballonaufstieg durch die Brüder Montgolfier
Am 11. April 1713 wurde der Frieden von Utrecht unterzeichnet. Dieser Friedensvertrag beendete den Spanischen Erbfolgekrieg, der von 1701 bis 1714 andauerte. Der Frieden von Utrecht war ein Meilenstein der Diplomatie und hatte weitreichende Auswirkungen auf die europäische Geschichte, insbesondere auf die Verteilung der Kolonialgebiete und die Machtbalance zwischen den europäischen Großmächten. Spanien musste Gebiete wie Gibraltar und Menorca an Großbritannien abtreten, während die Österreichischen Niederlande und Teile Italiens an Österreich fielen.
Im Jahre 1718 fand das Quadruple-Allianz-Abkommen statt, das eine Koalition bestehend aus dem Heiligen Römischen Reich, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden schmiedete. Das Abkommen war eine Reaktion auf die Expansionspläne Spaniens unter König Philipp V. und zielte darauf ab, das europäische Gleichgewicht der Kräfte zu wahren. Die Allianz führte zum Krieg der Quadrupelallianz (1718–1720), der hauptsächlich in Italien und auf See ausgetragen wurde und letztlich in der Niederlage Spaniens endete.
Am 25. Oktober 1728 wurde der Frieden von Sevilla unterzeichnet, ein Vertrag, der den Krieg der Quadrupelallianz formell beendete. Der Friedenssvertrag regelte mehrere Streitigkeiten zwischen Spanien und Großbritannien, darunter die Rückgabe von Gibraltar und Menorca. Er bestätigte ebenso den Status quo in Italien und stärkte die Position des Hauses Bourbon in Europa. Das Abkommen trug zur Stabilisierung der politischen Lage in Europa bei und markierte eine wichtige Phase im spanisch-britischen Verhältnis.
- 1713: Frieden von Utrecht (Ende des Spanischen Erbfolgekriegs)
- 1714: Tod Ludwigs XIV.; Beginn der Regentschaft in Frankreich
- 1715: Beginn des Jakobitenaufstands in Großbritannien
- 1718: Frieden von Passarowitz (Habsburgermonarchie und Osmanisches Reich)
- 1719: Platzen der South-Sea-Bubble in Großbritannien
- 1721: Frieden von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges)
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1735: Abschluss des Polnischen Erbfolgekriegs durch den Frieden von Wien
- 1738: Papstliche Bulle „In eminenti apostolatus“ gegen die Freimaurerei
- Frieden von Utrecht (1713): Der Frieden von Utrecht beendete große Teile des Spanischen Erbfolgekriegs. In mehreren Einzelverträgen wurde eine neue europäische Machtbalance festgelegt: Philipp V. wurde als König von Spanien anerkannt, musste jedoch auf die französische Krone verzichten. Für die europäischen Seemächte bedeutete der Frieden zudem wichtige territoriale und wirtschaftliche Weichenstellungen, etwa in Bezug auf Handels- und Kolonieinteressen.
- Frieden von Nystad (1721): Mit dem Frieden von Nystad wurde der Große Nordische Krieg zwischen Russland und Schweden weitgehend abgeschlossen. Russland gewann dadurch entscheidende Gebiete im Ostseeraum (u. a. Zugang zu wichtigen See- und Handelswegen), während Schweden sich aus mehreren Besitzungen zurückziehen musste. Der Vertrag stärkte Russlands Stellung erheblich und trug dazu bei, dass das Russische Reich in Europa als ernstzunehmende Macht wahrgenommen wurde.
- Krieg um die polnische Nachfolge (1733–1738): Der Krieg um die polnische Nachfolge entstand nach dem Tod des polnischen Königs August II. und wurde zum Konflikt mit starker internationaler Beteiligung. Verschiedene Großmächte unterstützten unterschiedliche Thronkandidaten, wodurch der Streit binnen kurzer Zeit zu einem europäischen Machtkampf wurde. Der Konflikt prägte die politische Ausrichtung in Polen und die Interessenlage der beteiligten Mächte über Jahre hinweg, bis er schließlich im Umfeld der nachfolgenden Friedensregelungen beruhigt wurde.
- 1713: Frieden von Utrecht
- 1721: Frieden von Nystad (Beendigung des Großen Nordischen Kriegs)
- 1739: Beginn des Kriegs um Jenkins’ Ohr (War of Jenkins’ Ear)
- 1748: Frieden von Aachen (Aix-la-Chapelle) nach dem Österreichischen Erbfolgekrieg
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges
- 1763: Frieden von Paris (Beendigung des Siebenjährigen Krieges)
- 1768: Beginn der ersten Weltumsegelung von James Cook
- 1770: Bostoner Massaker
- 1772: Erste Teilung Polens
- Frieden von Utrecht (1713)
Mit dem Frieden von Utrecht endete der Spanische Erbfolgekrieg. Die europäischen Großmächte regelten dabei die territorialen und politischen Folgen des Konflikts neu: U. a. wurde die Machtbalance in Westeuropa zugunsten einer festeren Ordnung nach dynastischen und kolonialen Gesichtspunkten verschoben. Für viele Staaten bedeutete der Vertrag eine Phase der Stabilisierung, aber auch die Grundlage für spätere Spannungen, da nicht alle Interessenkonflikte vollständig gelöst waren. - Aachener Frieden (1748)
Der Aachener Frieden beendete den Österreichischen Erbfolgekrieg. Nach jahrelangen Kämpfen in Europa wurden Grenzfragen und Einflussbereiche neu geordnet. Obwohl der Frieden als „Schluss“ des Krieges gilt, blieb er vielfach nur eine vorübergehende Entspannung: Die Frage, welche Machtverhältnisse langfristig dominieren würden, blieb offen, und bereits in den Folgejahren verschoben sich Bündnisse und Interessen erneut. - Erste Polnische Teilung (1772)
Die Erste Polnische Teilung war das erste große territoriale Auseinanderreißen des polnisch-litauischen Staates durch benachbarte Großmächte. Russland, Preußen und Österreich griffen in die Gebietsverteilung ein und übernahmen Teile des Territoriums, um ihren Einfluss zu sichern und Machtlücken zu schließen. Das Ereignis gilt als einschneidender Wendepunkt: Es schwächte die Souveränität des Landes deutlich und leitete eine Entwicklung ein, die in weiteren Teilungen enden sollte.
- 1713: Frieden von Utrecht beendet den Spanischen Erbfolgekrieg
- 1714: Tod von Königin Anne; Beginn der Regentschaft von König Georg I.
- 1715: Jacobitischer Aufstand in Großbritannien (Earl of Mar)
- 1718: Vertrag von Passarowitz zwischen dem Osmanischen Reich und Österreich
- 1719: Platzen der South-Sea-Bubble in Großbritannien
- 1721: Vertrag von Nystad beendet den Großen Nordischen Krieg
- 1724: Gründung/Eröffnung der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs (War of the Polish Succession)
- 1738: Papst Klemens XII. erlässt die Bulle „In eminenti apostolatus“ gegen die Freimaurerei
1713 wurde der Frieden von Utrecht geschlossen und beendete damit den Spanischen Erbfolgekrieg. Die Vereinbarungen regelten unter anderem die Nachfolge in Spanien und sicherten Europa eine neue Machtbalance, indem mehrere Staaten Gebiets- und Einflussansprüche neu verhandelten. Für das Alte Europa bedeutete der Frieden eine deutliche Neuordnung der politischen Landschaft nach langen Jahren militärischer Auseinandersetzungen.
1715 brach in Großbritannien der Jakobitenaufstand 1715 aus. Anhänger der Stuart-Dynastie versuchten, den rechtmäßigen Anspruch auf den britischen Thron durchzusetzen. Der Aufstand wurde zwar rasch militärisch zurückgedrängt, hatte aber nachhaltige Folgen: Er verschärfte die politische Kontrolle in Großbritannien und prägte das Verhältnis zwischen Krone und oppositionellen Kräften über Jahre hinweg.
1735 begann der Russisch-Osmanische Krieg (1735–1739) zwischen dem Russischen Reich und dem Osmanischen Reich. Auslöser waren unter anderem Konflikte um Einflussgebiete und die Sicherung strategischer Positionen im Schwarzmeerraum. Der Krieg führte zu zahlreichen Feldzügen und militärischen Auseinandersetzungen, deren Ausgang die regionale Machtkonstellation weiter in Richtung Russlands verschob und den Verlauf der europäischen Diplomatie mitbestimmte.