1787 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1715: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs in Spanien (Endphase) – Philipp V. wird stärker, während die Umbrüche in Europa nach dem Vertrag von Utrecht nachwirken.
- 1721: Unterzeichnung des Vertrags von Nystad – Ende des Großen Nordischen Krieges zwischen Russland und Schweden.
- 1722: Beginn der Aufstände in Peru (Rebellion der Bevölkerung gegen die spanische Kolonialherrschaft).
- 1733: Ausbruch des Polnischen Erbfolgekriegs – Beginn des Konflikts um die Nachfolge in Polen-Litauen.
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs – Konflikte um die Nachfolge in den habsburgischen Ländern.
- 1748: Unterzeichnung des Vertrags von Aachen – Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges – Bündniskonflikt in Europa und darüber hinaus.
- 1763: Unterzeichnung des Vertrags von Paris – Ende des Siebenjährigen Krieges, Neuordnung kolonialer Besitzungen.
- 1776: Erklärung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten – Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs gegen Großbritannien.
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Tod Ludwigs XIV. (1. September 1715) markierte das Ende einer langen Epoche in Frankreich. Mit dem Tod des „Sonnenkönigs“ war der neue König Ludwig XV. noch minderjährig, weshalb eine Regentschaft notwendig wurde. Der Regent Philipp II. von Orléans versuchte, die durch die Kriege unter Ludwig XIV. stark belasteten Finanzen zu stabilisieren und die Regierungsgeschäfte neu zu ordnen. Auch politisch änderten sich die Prioritäten: In der Außenpolitik wurde pragmatischer agiert, und im Inneren kam es zu Reformansätzen sowie zu einem vorsichtigeren Umgang mit staatlichen Ausgaben. Insgesamt steht 1715 damit für den Übergang von der absolutistischen Hochphase hin zu einer neuen, stärker verwaltungs- und finanzorientierten Regierungszeit.
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Österreichischer Erbfolgekrieg (beginnend 1740) war einer der zentralen Konflikte des 18. Jahrhunderts und prägte das europäische Mächtegleichgewicht nachhaltig. Auslöser war der Streit um die Erbansprüche in den habsburgischen Ländern: Maria Theresia beanspruchte das Erbe, während mehrere Nachbarn territoriale Vorteile für sich geltend machten. Besonders Preußen unter Friedrich II. griff die habsburgischen Positionen an und gewann wichtige Gebiete, was den Krieg rasch zu einem breiteren europäischen Systemkonflikt machte. Der Krieg wurde mit wechselnden Bündnissen in zahlreichen Feldzügen geführt und zog bis 1748 große Teile Europas in Mitleidenschaft. Bis zum Ende wurden nicht alle ursprünglichen Ziele erreicht, doch der Krieg veränderte die Rangordnung der Mächte deutlich und stärkte langfristig Preußens Stellung.
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Pariser Frieden (1763) beendete den Siebenjährigen Krieg und gilt als wichtige Zäsur für die globale koloniale Machtverteilung. In Europa und Übersee wurden umfangreiche Gebiets- und Einflussfragen neu geregelt: Besonders Großbritannien konnte seine Positionen ausbauen, während Frankreich große Teile seiner nordamerikanischen Besitzungen verlor. Der Frieden zog außerdem Konsequenzen für das Verhältnis zwischen Metropolen und Kolonien nach sich, weil die veränderten Besitzstände und die daraus resultierenden Kosten und Abgaben neue Spannungen förderten. In Großbritannien wuchs der Druck, die finanziellen Lasten zu kompensieren, was sich später auf die Politik gegenüber den amerikanischen Kolonien auswirkte. Damit ist 1763 nicht nur ein Ende eines Krieges, sondern auch ein Schritt auf dem Weg zu späteren politischen und militärischen Entwicklungen in den britischen Überseegebieten.
- 1717: Vertrag von Passarowitz (Osmanisches Reich) – Ende des Konflikts zwischen Osmanen und Habsburgern
- 1721: Frieden von Nystad – Ende des Großen Nordischen Krieges und Bestätigung des russischen Aufstiegs
- 1723: Krönung von Peter II. zum Zaren von Russland
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekrieges
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekrieges
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges
- 1757: Schlacht bei Roßbach
- 1763: Frieden von Paris – Ende des Siebenjährigen Krieges
- 1775: Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (Schlacht von Lexington und Concord)
- Der Gro%C3%9Fer Nordischer Krieg endete 1721 mit dem Frieden von Nystad. Nach Jahren erbitterter Auseinandersetzungen setzte sich Russland gegen das bis dahin dominierende Schwedische Reich durch. Russland gewann entscheidende Gebiete am Baltikum und etablierte sich damit als neue Großmacht in Nordeuropa; Schweden verlor dagegen stark an Einfluss.
- Mit dem %C3%96sterreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748) entbrannte ein groß angelegter Machtkampf um die Nachfolge in Österreich. Insbesondere Preußen unter Friedrich II. nutzte die Situation, um Schlesien zu sichern, während in verschiedenen europäischen Fronten mehrere Mächte gegeneinander antraten. Der Krieg veränderte die Kräfteverhältnisse in Mitteleuropa nachhaltig und trug zur späteren Eskalation der europäischen Konflikte bei.
- Im Jahr 1775 begann der Amerikanische Unabh%C3%A4ngigkeitskrieg offen in eine militärische Phase zu treten. Nach zunehmenden Spannungen zwischen den britischen Behörden und den Kolonien kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen, wodurch die Kolonisten ihre Sache zunehmend selbst organisierten. Der Konflikt entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem umfassenden Krieg, der schließlich zur Unabhängigkeit führte.
- 1715: Tod von König Ludwig XIV. und Beginn der Regentschaft von Philippe d’Orléans in Frankreich
- 1718: Vertrag von Passarowitz zwischen dem Osmanischen Reich und Österreich
- 1719: Gründung der Compagnie des Indes (Westen) im Kontext des Mississippi-Skandals in Frankreich
- 1721: Abschluss des Nystad-Friedens zwischen Schweden und Russland
- 1733: Ausbruch des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges
- 1763: Abschluss des Vertrags von Paris am Ende des Siebenjährigen Krieges
- 1778: Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs durch den Kriegseintritt Frankreichs
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1715 – Tod Ludwigs XIV.
Mit dem Tod des „Sonnenkönigs“ endete die lange Regentschaft Ludwigs XIV. und es begann eine neue politische Phase in Frankreich: Unter der Regentschaft Philipps von Orléans für den minderjährigen Ludwig XV. veränderten sich Verwaltungs- und Finanzpolitik deutlich, und auch außenpolitisch setzte man stärker auf neue Bündnisse und Realpolitik. Tod Ludwigs XIV. -
1756 – Beginn des Siebenjährigen Krieges
Der Siebenjährige Krieg begann mit dem Bruch bestehender Machtkonstellationen in Europa und weitete sich rasch über Kontinente aus. Der Konflikt, geprägt durch wechselnde Koalitionen (u. a. Preußen, Großbritannien, Frankreich, Österreich und Russland), gilt als einer der ersten „Weltkriege“ der frühen Neuzeit, besonders wegen seiner kolonialen Dimensionen. -
1778 – Bayerischer Erbfolgekrieg
Der Bayerische Erbfolgekrieg war ein militärischer Konflikt, der aus der umstrittenen Nachfolge in Bayern entstand und stark von den Machtinteressen der Habsburger und ihrer Gegenspieler geprägt war. Der Krieg führte schließlich zu diplomatischen Lösungen, die die europäische Kräftebalance vorerst stabilisierten, aber die Spannungen zwischen den großen Mächten weiterhin sichtbar ließen.
- 1715: Tod Ludwigs XIV. und Beginn der Regentschaft Philipps von Orléans
- 1718: Friede von Passarowitz (Ende des Österreichisch-Osmanischen Krieges)
- 1721: Unterzeichnung des Friedens von Nystad (Beendigung des Großen Nordischen Krieges)
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Kriegs
- 1763: Frieden von Paris (u. a. Ende des Siebenjährigen Kriegs in Nordamerika)
- 1776: Erklärung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten
- 1781: Schlacht von Yorktown (entscheidende Wende im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg)
1715 kam es in Großbritannien zum Jakobitenaufstand von 1715. Ausgelöst wurde der Aufstand vor allem durch die umstrittene Nachfolge nach dem Tod von Königin Anne: Anhänger der Stuart-Dynastie wollten den Anspruch des Exilherrschers (James Francis Edward Stuart) gegen die protestantische Herrschaft der Hannoveraner durchsetzen. Besonders in Schottland formierte sich Widerstand, der zeitweise militärisch organisiert war und die Regierung in London stark band. Der Aufstand wurde jedoch in mehreren Gefechten niedergeschlagen, und die folgenden Repressionen sollten weitere Erhebungen verhindern. Politisch festigte der Ausgang die Macht der hannoverschen Linie, während die jakobitische Bewegung zwar nicht verschwand, aber vorerst deutlich geschwächt wurde.
Ab 1756 entwickelte sich der Siebenjährige Krieg zu einem der bedeutendsten Konflikte des 18. Jahrhunderts. Der Krieg war nicht nur ein europäisches Ereignis, sondern entfaltete sich zugleich in Europa, auf See sowie in den Kolonialgebieten, etwa in Nordamerika und Indien. Im Kern standen sich große Koalitionen gegenüber, die um Macht, Einfluss und Handelswege rangen, während koloniale Rivalitäten zusätzliche Dynamik erzeugten. Besonders prägend waren die wechselnden Fronten, die hohen Kosten und die Tatsache, dass selbst Allianzen ihre Bedeutung je nach Kriegsverlauf neu austarieren mussten. Der Konflikt veränderte dauerhaft die Machtbalance in der Welt: Neue Territorial- und Einflussverhältnisse sowie der Ausbau militärischer Fähigkeiten prägten danach viele staatliche Strategien.
Im Jahr 1782 spielte im Rahmen des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs die Schlacht von Saintes eine wichtige Rolle. Sie fand als Seeschlacht in der Karibik statt und wurde zwischen britischen und französischen Kräften ausgetragen, wobei die britische Seite unter anderem den Schutz ihrer Positionen in der Region sicherstellen wollte. Für Frankreich und seine Verbündeten ging es dagegen darum, strategischen Druck aufrechtzuerhalten und militärische Vorteile im Seekrieg zu erreichen. Die Schlacht entwickelte sich zu einem entscheidenden Moment, weil sie die militärische Lage der gegnerischen Flotten spürbar verschob und damit mittelbar die Verhandlungspositionen im späteren Kriegsverlauf beeinflussen konnte. Insgesamt zeigt Saintes, wie eng der Ausgang des Unabhängigkeitskriegs von der Kontrolle auf See und von der Fähigkeit abhing, Truppen, Versorgung und Einflussräume zugleich zu sichern.
- 1715: Beginn des Jakobitenaufstands in Großbritannien
- 1717: Die South Sea Company erhält erweiterte Handelsrechte für den spanischen Kolonialhandel
- 1718: Abschluss des Vertrags der Vierfachallianz (Quadruple Alliance)
- 1721: Frieden von Nystad beendet den Großen Nordischen Krieg
- 1722: Beginn des Russisch-Persischen Krieges
- 1725: Tod Peters des Großen
- 1727: Tod Georgs I.; Thronbesteigung von Georg II.
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- Im Jacobianischen Aufstand von 1715 versuchten schottische und britische Anhänger der Stuart-Dynastie, den Thron für den Anspruchsberechtigten aus der Stuart-Linie zurückzugewinnen. Der Aufstand begann im Zusammenhang mit der innenpolitischen Lage nach dem Tod von Königin Anne und der Thronbesteigung Georgs I. und wurde nach ersten anfänglichen Erfolgen durch königliche Truppen niedergeschlagen; danach verschärfte sich die staatliche Kontrolle in Schottland.
- Mit dem Vertrag von Nystad (1721) wurde der Große Nordische Krieg zwischen Schweden und Russland formell beendet. Der Vertrag regelte unter anderem umfangreiche Gebietsabtretungen und markierte damit einen entscheidenden Machtwechsel im Ostseeraum: Schweden verlor den Status als dominierende Großmacht, während Russland unter den Zaren deutlich an Einfluss gewann. In der Folge veränderte sich die politische Landkarte Nordeuropas nachhaltig.
- Der Polnische Erbfolgekrieg begann 1733 und zog europäische Mächte in einen Konflikt um die Nachfolge in Polen-Litauen. Auslöser waren Streitigkeiten über die Kandidaten für die Königswürde, wobei sich große Teile der Staatenwelt in Lager aufteilten. Der Krieg verlief über Jahre mit wechselnden Fronten und diplomatischen Verhandlungen; am Ende stand eine Neuordnung, die die politische Entwicklung in der Region beeinflusste.