1787 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1718 - Gründung von New Orleans.
- 1720 - Ende des Großen Nordischen Krieges.
- 1721 - Unterzeichnung des Friedens von Nystad.
- 1724 - Einweihung des Petersplatzes in Rom.
- 1733 - Beginn des Polnischen Thronfolgekrieges.
- 1740 - Beginn des Österreichischen Erbfolgekrieges.
- 1756 - Beginn des Siebenjährigen Krieges.
- 1763 - Ende des Siebenjährigen Krieges mit dem Frieden von Paris.
- 1765 - Verabschiedung des Stamp Act in den amerikanischen Kolonien.
- 1773 - Boston Tea Party.
- 1776 - Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten.
- 1789 - Ausbruch der Französischen Revolution.
Vom März 1756 bis Februar 1763 tobte der Siebenjährige Krieg. Es war ein umfassender globaler Konflikt, der zwischen den wichtigsten europäischen Mächten ausgetragen wurde und sich auf fünf Kontinente erstreckte, darunter Europa, Nordamerika, Südamerika, Afrika und Asien. Der Krieg begann mit einem Angriff Preußens auf Sachsen und führte zu einer Serie von komplexen militärischen Auseinandersetzungen. Bedeutende Schlachten wurden in Leipzig, Kolin und Kunersdorf ausgetragen. Durch diplomatische Verhandlungen und militärische Erfolge konnte Preußen seine Position in Europa behaupten. Der Krieg endete mit dem Vertrag von Paris und dem Frieden von Hubertusburg im Jahr 1763, was erhebliche territoriale Veränderungen und politische Neuordnungen zur Folge hatte. In Nordamerika machte der Krieg den Weg für die britische Dominanz über französische Kolonien frei, während in Europa die Machtverhältnisse weitgehend stabilisiert wurden.
Am 4. Juli 1776 erklärten die dreizehn Kolonien in Nordamerika ihre Unabhängigkeit von Großbritannien durch die Proklamation der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Die Erklärung wurde hauptsächlich von Thomas Jefferson verfasst und war das Ergebnis zunehmender Spannungen und Konflikte zwischen den Kolonisten und der britischen Krone, die ihren Höhepunkt im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg fanden. Die Unabhängigkeitserklärung erklärte die Vereinigten Staaten zu einem freien und unabhängigen Staat und betonte die fundamentalen Rechte auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. Diese historische Erklärung markierte den Beginn eines neuen, souveränen Staates und übte großen Einfluss auf nachfolgende Demokratien und Unabhängigkeitsbewegungen weltweit aus. Der Unabhängigkeitskrieg selbst dauerte bis 1783 und endete mit der Anerkennung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten durch den Vertrag von Paris.
Am 14. Juli 1789 begann die Französische Revolution mit dem Sturm auf die Bastille in Paris, einem Symbol der königlichen Tyrannei und des Feudalismus. Diese Revolution war ein tiefgreifendes politisches und soziales Ereignis, das die französische Gesellschaft maßgeblich veränderte und weitreichende Auswirkungen auf die ganze Welt hatte. Ursachen der Revolution waren unter anderem die finanzielle Krise der französischen Krone, soziale Ungerechtigkeiten und der Einfluss aufklärerischer Ideen. Der Sturm auf die Bastille markierte den Anfang einer Reihe von Ereignissen, die zur Abschaffung der Monarchie, der Errichtung der Ersten Französischen Republik und zu radikalen gesellschaftlichen Änderungen führten. Die Revolution führte auch zu einer Phase von intensivem politischem und sozialen Wandel, die als die Schreckensherrschaft bekannt wurde. Schließlich trug die Revolution wesentlich zur Verbreitung der Ideen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit bei und hatte nachhaltigen Einfluss auf die spätere Entwicklung der modernen Demokratie und der Menschenrechte.
- 1718: Frieden von Passarowitz
- 1719: Spanischer Erbfolgekrieg endet formell mit dem Frieden von Utrecht
- 1721: Frieden von Nystad im Nordischen Krieg
- 1725: Wien–Vertrag zwischen Habsburgermonarchie und Spanien
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Kriegs
- 1763: Frieden von Paris (Ende des Siebenjährigen Kriegs)
- 1775: Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs
- 1718: Der Frieden von Passarowitz beendete einen weiteren Abschnitt der Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und der Habsburgermonarchie. Durch den Vertrag wurden Territorien neu geordnet und die Grenze im südosteuropäischen Raum stärker festgelegt. Für die Region bedeutete das eine vorläufige Stabilisierung nach jahrelangen Kriegsbewegungen, während gleichzeitig die Machtansprüche beider Seiten weiterhin umstritten blieben.
- 1748: Mit dem Aachener Frieden wurde der Krieg um Österreichs Erbfolge weitgehend beendet. Der Vertrag brachte eine Rückkehr zu früheren Besitzverhältnissen bzw. zu ausgehandelten Kompromissen und führte in vielen Teilen Europas zu einer Phase der Entspannung. Gleichzeitig hatte die Auseinandersetzung langfristige Folgen: Bündnispolitik, Finanz- und Militärreformen sowie die Rivalität der Großmächte prägten die weitere politische Entwicklung.
- 1775: Der Beginn der Kämpfe von Lexington und Concord gilt als ein Auftakt des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs. Nachdem es im Frühjahr 1775 zu Eskalationen zwischen Kolonisten und britischen Truppen gekommen war, führten die Gefechte dazu, dass der Konflikt nicht mehr als bloßer politischer Streit fortgeführt werden konnte. Die Ereignisse beschleunigten die Mobilisierung auf beiden Seiten und machten den Weg in einen offenen Krieg endgültig.
- 1718 – Vertrag von Passarowitz (Beendigung des Türkenkriegs zwischen dem Osmanischen Reich und Österreich)
- 1720 – Platzen der South-Sea-Bubble in Großbritannien
- 1721 – Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges)
- 1733 – Beginn des Spanischen Erbfolge-/Polnischen Thronfolge-Konflikts: Krieg um die polnische Krone (Polnischer Erbfolgekrieg)
- 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1756 – Beginn des Siebenjährigen Krieges
- 1763 – Vertrag von Paris (Beendigung des Siebenjährigen Krieges)
- 1770 – Boston Massacre (Massaker von Boston)
- 1774 – Beginn des Ersten Kontinentalkongresses in den britisch-amerikanischen Kolonien
1721 wurde mit dem Vertrag von Nystad (Abschluss des Großen Nordischen Krieges) ein langwieriger Konflikt zwischen dem Russischen Reich und dem schwedischen Königreich beendet. Russland erhielt u. a. wichtige Ostseeländer und konnte seine Macht im Baltikum deutlich ausbauen. Für Schweden bedeutete der Vertrag den weitgehenden Verlust seiner dominierenden Stellung im Ostseeraum. Insgesamt stärkte der Frieden Russlands Stellung in Europa und beeinflusste die folgenden politischen und militärischen Entwicklungen im 18. Jahrhundert.
Mit dem Beginn des Österreichischen Erbfolgekrieges im Jahr 1740 geriet die europäische Machtbalance erneut in Bewegung. Auslöser war der Streit um die Nachfolge in den habsburgischen Erblanden nach dem Tod Kaiser Karls VI. Verschiedene Mächte versuchten, ihre Interessen durchzusetzen, Bündnisse wurden verschoben und mehrere Schlacht- und Besatzungsphasen folgten. Der Krieg führte zwar zu keiner vollständigen Neuordnung Europas, veränderte aber die Stellung einzelner Staaten und trug dazu bei, dass sich der Gegensatz zwischen den großen europäischen Mächten weiter verfestigte.
1763 markierte der Vertrag von Paris (1763) das Ende des Siebenjährigen Krieges. Der Friedensschluss hatte weitreichende Folgen, insbesondere für das koloniale Kräfteverhältnis: Großbritannien konnte seine Position in Nordamerika festigen, während Frankreich in mehreren Gebieten deutlich an Einfluss verlor. Gleichzeitig prägten die Ergebnisse des Krieges die künftige Politik der Kolonialmächte und verschärften in einigen Regionen die Spannungen zwischen Verwaltung und Bevölkerung. Damit wurde der Vertrag zu einem wichtigen Wegmarkenpunkt, der die Bühne für spätere Konflikte im späten 18. Jahrhundert mitbestimmte.
- 1718: Frieden von Passarowitz (Ende des Österreichisch-Osmanischen Krieges)
- 1719: Spanischer Erbfolgekrieg endet mit dem Vertrag von Madrid
- 1721: Friede von Åbo im Großen Nordischen Krieg
- 1722: Beginn des Aufstands der Marchen in Russland (Bauernaufstände)
- 1723: Peters III. Reformen in Russland beginnen (Fortsetzung der Modernisierungspolitik)
- 1724: Gründung der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg
- 1733: Beginn des Polnischen Thronfolgekriegs
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1754: Beginn der Zusammenstöße im Französisch-Englischen Spannungsfeld in Nordamerika (Vorboten des Siebenjährigen Kriegs)
1718: Mit dem Frieden von Passarowitz wurde ein langjähriger Konflikt zwischen dem Habsburgerreich und dem Osmanischen Reich beendet. Der Vertrag regelte nach dem Ende der Türkenkriege vor allem Gebietsfragen in Südosteuropa und schuf für einige Jahre eine stabilere Sicherheitslage an der südöstlichen Grenze des Reiches. Für die beteiligten Staaten war das Abkommen zugleich ein wichtiger Schritt zur Neuordnung von Machtverhältnissen in der Region, da es den weiteren politischen Handlungsspielraum des Habsburgerreiches stärkte. Insgesamt gilt der Frieden als bedeutender Meilenstein, der die Entwicklung des europäischen Gleichgewichts im frühen 18. Jahrhundert spürbar beeinflusste.
1748: Der Aachener Frieden beendete den weitreichenden Österreichischen Erbfolgekrieg nach mehreren Jahren militärischer und diplomatischer Auseinandersetzungen. Er brachte eine politische Neujustierung, ohne dass sämtliche Konfliktursachen vollständig gelöst waren: Territoriale Gewinne und Verluste wurden neu zugewiesen, während viele Machtfragen lediglich vorläufig „eingefroren“ wurden. Besonders prägend war, dass der Krieg zwar formal endete, die Konkurrenz der Großmächte jedoch weiter Bestand hatte. Dadurch wirkte der Frieden wie eine Zäsur mit kurzer Entspannung, bevor in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts erneut große Konflikte in Europa aufeinanderprallten.
1754: In Nordamerika begann der Französisch-Indianische Krieg, der bald zu einem offenen Machtkampf zwischen Frankreich und dem britischen Kolonialraum wurde. Auslöser waren Konflikte um Einflusszonen und Handelswege, insbesondere entlang der Grenzgebiete zwischen den französischen und britischen Besitzungen sowie die damit verbundenen Bündnisse mit indigenen Gruppen. Der Krieg entwickelte sich rasch zu einer größeren internationalen Konfrontation, weil die europäischen Mächte die Auseinandersetzungen in ihren globalen Rivalitäten aufgriffen. Damit markierte 1754 einen entscheidenden Startpunkt für Ereignisse, die später auch Europa wesentlich stärker als zuvor in den Konflikt hineinzogen.
- 1718: Tod des Piraten Edward Teach („Blackbeard“) vor North Carolina.
- 1720: Platzen der „South Sea Bubble“ in London (Finanzkrise um die South Sea Company).
- 1721: Vertrag von Madrid zwischen Großbritannien und Spanien zur Beendigung der Auseinandersetzungen der Quadruple Alliance.
- 1725: Tod Peters des Großen; Katharina I. übernimmt die Herrschaft in Russland.
- 1728: Großer Brand von Kopenhagen zerstört große Teile der Stadt.
- 1732: Gründung der britischen Kolonie Georgia in Nordamerika (James Oglethorpe).
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs.
- 1739: Vertrag von Belgrad zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich.
- 1743: Schlacht von Dettingen im Österreichischen Erbfolgekrieg.
Im Jahr 1718 beendete der Frieden von Passarowitz den letzten großen Abschnitt des österreichisch-ottomanischen Krieges (1716–1718). Durch den Vertrag musste das Osmanische Reich Gebiete im südöstlichen Mitteleuropa an die Habsburgermonarchie abtreten, darunter zentrale Teile des Banats und Gebiete um Temeswar. Für Österreich bedeutete das eine spürbare Erweiterung des Einflussbereichs an der Balkan-Grenze und die Stabilisierung der Herrschaftsverhältnisse im dortigen Grenzraum. Gleichzeitig markierte der Frieden eine Phase, in der sich die Kräfteverhältnisse im östlichen Europa neu ordneten und damit langfristig die politische Balance zwischen Habsburgern und Osmanen beeinflussten.
1718–1721 kulminierte mit dem Frieden von Nystad der Große Nordische Krieg zwischen Russland und Schweden. Der Vertrag wurde im September 1721 geschlossen und beendete damit jahrzehntelange Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft im Ostseeraum. Schweden musste große Territorien an Russland abtreten, darunter wichtige Regionen wie Livland, Estland und Teile Ingrien. Für Russland war das ein entscheidender Schritt zum Aufstieg zur europäischen Großmacht: Mit den gewonnenen Küsten- und Einflussgebieten erhielt es einen wesentlich besseren Zugang zur Ostsee. Inhaltlich ging es also nicht nur um Gebietswechsel, sondern auch um den Neuaufbau strategischer Machtprojektion im Norden Europas.
Nach dem Tod Kaiser Karls VI. im Jahr 1740 entbrannte der Österreichische Erbfolgekrieg. Der Konflikt richtete sich vor allem gegen die Nachfolgeansprüche von Maria Theresia und wurde rasch zum europäischen Großereignis, weil mehrere Mächte die Gelegenheit nutzten, eigene Gebiets- und Einflussziele durchzusetzen. Schon zu Beginn kam es zu militärischen Auseinandersetzungen in Schlesien, wobei Preußen eine zentrale Rolle spielte. Der Krieg war damit nicht nur eine dynastische Streitfrage, sondern veränderte die politischen und militärischen Rahmenbedingungen in Mitteleuropa nachhaltig—mit Folgen, die über den unmittelbaren Zeitraum hinaus bis in spätere Bündniskonstellationen wirkten.