1787 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1719 – Schlacht von Glen Shiel (letztes größeres Aufflammen des Jakobitenaufstands)
- 1720 – Platzen der South-Sea-Bubble (Wirtschafts- und Finanzkrise in Großbritannien)
- 1722 – Einführung der „Rangtafel“ durch Zar Peter den Großen (militärische und zivile Laufbahnen)
- 1723 – Vertrag von Sankt Petersburg zwischen Russland und Persien
- 1725 – Vertrag von Hannover (politische Annäherung mehrerer Mächte im europäischen Mächtekonzert)
- 1733 – Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs (Krieg um die Nachfolge in Polen)
- 1739 – Beginn des War of Jenkins’ Ear (Krieg zwischen Großbritannien und Spanien)
- 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs (Invasion Schlesiens)
- 1744 – Großbritannien erklärt Frankreich den Krieg (Ausweitung der Konflikte im Rahmen der Österreichischen Erbfolge)
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Jakobitenaufstand 1719 war der letzte größere Versuch der Anhänger des Hauses Stuart, in Großbritannien wieder einen katholischen Stuart-König durchzusetzen. In Schottland brach 1719 der Aufstand aus, angeführt unter anderem durch den Earl of Mar. Trotz anfänglicher Erfolge scheiterte die Bewegung letztlich militärisch und politisch; besonders die Niederlage der Aufständischen trug dazu bei, dass der Aufstand als letzter ernsthafter Jakobitenaufstand galt. Die Ereignisse festigten damit die innenpolitische Stabilität der hannoverschen Herrschaft und beendeten faktisch die verbliebene praktische Bedrohung durch den Stuart-Anspruch.
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Der Frieden von Nystad (1721) beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen Russland und Schweden. Der Vertrag bedeutete für Schweden den Verlust weiter Teile seines Einflusses in Osteuropa: Russland konnte die baltischen Gebiete gewinnen, die für Handel, Zugang zum Meer und strategische Sicherheit entscheidend waren. Für Zar Peter den Großen war der Friedensschluss ein großer Prestigegewinn, weil er Russlands Aufstieg zur europäischen Großmacht unterstrich. Zugleich markierte der Vertrag eine deutliche Neuordnung der Kräfteverhältnisse im Ostseeraum.
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Die Schlacht von Dettingen (1743) war eine bedeutende Kampfhandlung im Rahmen des Österreichischen Erbfolgekriegs. Sie fand zwischen britisch-hannoverschen Truppen und den Franzosen statt und gilt historisch vor allem deshalb als bemerkenswert, weil der britische König Georg II. persönlich die Schlachtleitung übernahm – der letzte Fall dieser Art in der britischen Militärgeschichte. Strategisch blieb der Ausgang zwar umkämpft, doch der Sieg der alliierten Seite hatte spürbare Auswirkungen auf den Verlauf des Krieges in dieser Phase und zeigte, wie stark sich die Bündnispolitik und Feldzugsführung in Europa in dieser Zeit über Großmächte und Koalitionen hinweg verknüpften.
- 1719: Schlacht von Glenshiel (Niederlage des letzten jakobitischen Aufstands in Schottland)
- 1720: Platzen der South-Sea-Bubble in Großbritannien
- 1721: Frieden von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges)
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Kriegs
- 1763: Vertrag von Paris (Abschluss des Siebenjährigen Kriegs)
- 1775: Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs
- 1783: Vertrag von Paris (Abschluss des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs)
Im Polnischen Erbfolgekrieg (1733–1738) ging es nach dem Tod von August dem Starken (August II.) um die Nachfolge auf dem polnisch-litauischen Thron. Mehrere Großmächte mischten sich ein: Gegner und Verbündete des einen Anwärters erhielten dabei politische und militärische Unterstützung. Der Konflikt war damit nicht nur ein innerpolnischer Machtkampf, sondern auch ein Ausdruck des europäischen Ringens um Einflusszonen. Am Ende setzte sich August III. durch, und die außenpolitische Ausrichtung Polens blieb stark von den Bedingungen in Europa geprägt. Der Krieg gilt als Beispiel dafür, wie internationale Rivalitäten in der frühen Neuzeit über regionale Thronfragen eskalierten. (Polnischer Erbfolgekrieg)
Mit dem Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) eskalierte ein weltumspannender Macht- und Interessenkonflikt zwischen europäischen Großmächten. In Europa standen unter anderem Preußen und seine Gegner im Zentrum, während zur gleichen Zeit in Kolonialgebieten um Besitz, Handelswege und Einfluss gerungen wurde. Der Krieg führte zu erheblichen Belastungen für die beteiligten Staaten, brachte tiefgreifende militärische Entwicklungen hervor und veränderte das Kräfteverhältnis in vielen Regionen nachhaltig. In der Folge wurden Staatsfinanzen, Militärorganisation und Bündnispolitik vieler Länder spürbar umgebaut – ein Vorgang, der weit über das eigentliche Kriegsende hinaus Wirkung zeigte. (Siebenjähriger Krieg)
Der Vertrag von Paris (1783) beendete den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und schuf die völkerrechtliche Grundlage für die internationale Anerkennung der Vereinigten Staaten. Der Vertrag regelte dabei nicht nur den Waffenstillstand und die Abgrenzung von Gebieten, sondern legte auch die Bedingungen fest, unter denen die britische Herrschaft über die ehemaligen Kolonien endgültig endete. Damit verschob sich die politische Landkarte nachhaltig, denn der neue Staat trat als eigenständige Macht in das Weltgeschehen ein. Zugleich war das Abkommen auch ein Einschnitt für die beteiligten europäischen Großmächte, die dadurch ihre strategischen Planungen und Interessen neu ausrichten mussten. (Vertrag von Paris, 1783)
- 1721: Unterzeichnung des Vertrags von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges)
- 1727: Peter II. wird Zar von Russland (Regierungswechsel nach dem Tod Katharinas I.)
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekrieges
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekrieges
- 1748: Frieden von Aachen (Frieden von Aix-la-Chapelle) beendet weite Teile des Österreichischen Erbfolgekrieges
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges
- 1763: Frieden von Paris (Ende des Siebenjährigen Krieges in weiten Teilen der Konfliktfronten)
- 1776: Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten
- 1781: Entdeckung des Planeten Uranus durch William Herschel
1721/1722 wurde mit dem Frieden von Nystad der lange andauernde Große Nordische Krieg zwischen dem Russischen Reich und dem schwedischen Reich beendet. Der Vertrag bestätigte faktisch Schwedens Verlust großer Gebiete im Ostseeraum und stärkte Russlands Position maßgeblich. Für das Machtgefüge in Europa bedeutete das Abkommen einen weiteren Schritt hin zu einer Neuordnung der Einflusssphären, insbesondere rund um den Ostseehandel und den Zugang zu strategisch wichtigen Regionen. Gleichzeitig festigte es die Stellung des russischen Zarenreichs unter Peter dem Großen, der damit seine Reform- und Expansionspolitik untermauern konnte.
Mit dem Ausbruch des Siebenjährigen Krieges 1756 verschob sich das europäische Kriegsgeschehen in eine globale Dimension: Der Konflikt reichte von den Schlachtfeldern in Europa über Kolonialräume bis hin zu Auseinandersetzungen um Handel und territoriale Kontrolle in Übersee. Besonders prägend war die Rivalität um Macht und Einfluss zwischen großen europäischen Staaten, wobei sich Bündnissysteme im Verlauf des Krieges mehrfach deutlich verschoben. Der Krieg beeinflusste nicht nur die militärische Landkarte, sondern auch politische Entscheidungen, Wirtschaft und koloniale Strukturen. Am Ende führten die Ergebnisse in vielen Regionen zu neuen Gleichgewichten, während zugleich zahlreiche Staaten finanziell stark belastet aus dem Konflikt hervorgingen.
Im Jahr 1772 folgte mit der Ersten Teilung Polens ein entscheidender Einschnitt in die Geschichte Mitteleuropas. Dabei teilten sich Preußen, das Habsburgerreich und Russland Gebiete des polnisch-litauischen Staates untereinander auf. Auslöser waren unter anderem innenpolitische Schwächen Polens sowie die strategischen Interessen der benachbarten Großmächte, die ihren Einflussraum erweitern wollten. Die Teilung gilt als Beginn einer Entwicklung, die schließlich in weiteren Teilungen und dem Untergang des polnischen Staates im späten 18. Jahrhundert mündete. Gleichzeitig verschärfte sie die Spannungen zwischen den Mächten und hatte weitreichende Folgen für das politische Selbstverständnis und die Reformbemühungen in Polen.
- 1721 – Frieden von Nystad zwischen Russland und Schweden nach dem Großen Nordischen Krieg
- 1721 – Gründung der Ostindien-Kompanie in Großbritannien (als Southern/United Company nach dem Zusammenschluss der bisherigen Gesellschaften)
- 1723 – Inbetriebnahme der ersten Teile des Weimarer Residenzschlosses als kulturelles Zentrum unter Herzog Wilhelm Ernst
- 1727 – Tod von Peter I. (Peter dem Großen) in Russland
- 1727 – Thronbesteigung von Katharina I. in Russland
- 1730 – Beginn des Aufstands der apostolischen Bauern in Ungarn (kurzfristig mit dem Habsburgerreich verbunden)
- 1735 – Ausbruch des Dritten Türkenkriegs zwischen dem Habsburgerreich und dem Osmanischen Reich
- 1739 – Start des Österreichisch-Russischen bzw. Polnischen Konfliktumfelds, insbesondere im Kontext des Polnischen Thronfolgekrieges (bis 1736) und nachfolgender Spannungen
- 1745 – Schlacht bei Hohenfriedberg im Österreichischen Erbfolgekrieg
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Nystader Frieden (1721) beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen Schweden und Russland. In den Abkommen musste Schweden große Gebiete im Ostseeraum abtreten (u. a. Ingrien, Estland und Livland), wodurch Russland seine Position als aufstrebende Großmacht im Baltikum deutlich ausbauen konnte. Für die europäische Kräftebalance war der Frieden ein entscheidender Schritt: Schweden verlor nachhaltig seinen Einfluss im Norden, während Russland zum dominierenden Machtfaktor in der Region aufstieg.
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Polnischer Erbfolgekrieg (ab 1733) entstand aus dem Streit um die Nachfolge nach dem Tod des polnischen Königs August II. und entwickelte sich schnell zu einem vielschichtigen europäischen Konflikt. Mehrere Großmächte mischten sich ein, weil der Ausgang der Königswahl auch ihre Interessen in Osteuropa berührte. Im Zentrum standen dabei die Rivalen um den polnischen Thron (u. a. Stanisław Leszczyński und August III.) sowie Bündnisse, die politische Abhängigkeiten verstärkten. Der Krieg trug so zur fortschreitenden Schwächung der polnisch-litauischen Zentralmacht bei.
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Österreichischer Erbfolgekrieg (ab 1740) brach aus, nachdem Kaiser Karl VI. gestorben war und seine Tochter Maria Theresia Ansprüche auf die habsburgischen Länder durchsetzen wollte. Der Konflikt entzündete sich an der umstrittenen Anerkennung der „Pragmatischen Sanktion“ und führte zu einem Bündniskrieg in weiten Teilen Europas. Besonders prägend war, dass Preußen unter Friedrich II. die Gelegenheit nutzte, Schlesien an sich zu bringen, während andere Mächte ebenfalls territoriale oder machtpolitische Ziele verfolgten. In der Folge wurde der Krieg zu einem Schlüsselereignis für die Neuordnung der Machtverhältnisse in der Mitte Europas.
- 1721: Frieden von Nystad beendet den Großen Nordischen Krieg zwischen Russland und Schweden.
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs mit dem Tod Kaiser Karls VI.
- 1748: Frieden von Aachen beendet den Österreichischen Erbfolgekrieg.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges.
- 1763: Frieden von Paris beendet den Siebenjährigen Krieg; Frankreich verliert große Teile seines Besitzes in Nordamerika.
- 1765: Einführung des Stamp Act in Großbritannien löst in den britischen Kolonien Proteste aus.
- 1770: Bostoner Massaker erschüttert die angespannte Lage zwischen Kolonisten und britischen Truppen.
- 1775: Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs mit den Kämpfen bei Lexington und Concord.
- 1781: Schlacht von Yorktown führt zur entscheidenden Niederlage der Briten im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
- 1748: Aachener Frieden – Mit dem Aachener Frieden endete der in weiten Teilen Europas geführte Krieg um die österreichische Erbfolge. Nach jahrelangen Kämpfen und wechselnden Fronten wurde eine Rückkehr zu einem Kräftegleichgewicht in Europa angestrebt: Territorien wurden weitgehend auf den Status quo vor dem Konflikt zurückgeführt, ohne alle Ursachen dauerhaft zu lösen. Der Vertrag gilt daher als wichtiger Stabilisierungsschritt nach einer besonders verlustreichen Phase des 18. Jahrhunderts.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges – Der Siebenjährige Krieg begann mit einer großen Eskalation zwischen mehreren europäischen Mächten, die ihre Rivalitäten in Europa und über See ausdehnten. Besonders bedeutsam war die Ausweitung auf koloniale Schauplätze, wodurch der Konflikt in unterschiedlichen Weltregionen gleichzeitig strategische Folgen hatte. Der Krieg führte zu tiefen Umwälzungen in der europäischen Machtpolitik und endete schließlich mit einem Neuordnungsprozess, der das internationale Verhältnisgefüge für längere Zeit prägte.
- 1781: Belagerung von Yorktown – In Nordamerika wurde der amerikanische Unabhängigkeitskrieg 1781 durch die entscheidende Belagerung von Yorktown geprägt. Dort trafen britische Truppen auf eine kombinierte Streitmacht aus Kontinentalarmee und französischen Truppen, die gemeinsam die Lage für die britische Seite entscheidend verschlechterten. Der Sieg hatte eine große politische Wirkung in Europa und beschleunigte das Ende des Konflikts, da die militärische Lage der britischen Regierung immer weniger tragfähig wurde.