Familienstammbaum : Nellesen
Person Detail
Familienstammbaum : Nellesen
abhängig vom Geburtsdatum und Geburtsort der angezeigten Person werden hier historische und/oder ortsbezogene Informationen präsentiert: Wikipedia 1815 🔗 LeMo 1815 🔗
1.4.1815 Bismarck / Geburtstag
1. April: Otto Eduard Leopold von Bismarck wird als viertes von sechs Kindern des Gutsbesitzers Ferdinand von Bismarck und dessen Frau Wilhelmine Luise (geb. Mencken) in Schönhausen (Altmark) geboren. Außer ihm überleben nur der ältere Bruder Bernhard (1810-1893) und die jüngere Schwester Malwine (1827-1908) die ersten Jahre.
15.4.1815 Vulkanausbruch Tambora
Vulkanausbruch Tambora 1815 / Jahr ohne Sommer 1816
Der Vulkan gehörte zum damaligen niederländisch–Indien und befand sich auf der Insel Sumbawa nahe Bali. Der Ausbruch fand in mehreren Phasen in der ersten Hälfte des April 1815 statt. Noch in 2600 Kilometern Entfernung waren die Eruptionen zu hören. Die freigesetzten Kräfte entsprachen rund 170.000 Hiroshimabomben. 1500 Meter der höhe des Tambora wurde hinweg gesprengt. Pyroklastische Ströme, Tsunami und Ascheregen verwüsteten die Umgebung des Vulkans. Schätzungsweise 36.000 Menschen verloren im Umfeld des Vulkans ihr Leben, es gibt sogar Schätzungen von über 100.000 Toten. Durch die Wucht der Eruption schoss die Asche 43 km hoch in die Stratosphäre, also oberhalb der Troposphäre, wo das eigentliche tagtägliche Wettergeschehen statt findet. Dort konnte sie sich ungehindert ausbreiten. Innerhalb weniger Wochen hatte sie die Erde umrundet.
Der Ascheauswurf lag bei der unvorstellbaren Masse von über 100 Kubikkilometern. Beim Ausbruch des Eyjafjallajökull / Island im Jahre 2010 gelangte die im Vergleich zum Tambora winzige Masse von 0,14 Kubikkilometer Asche in die Atmosphäre. Einn weltumspannender Schleier aus Vulkanasche hatte sich in der Stratosphäre festgesetzt und reflektierte die Strahlen der Sonne. Das Klima kühlte sich dauerhaft ab und führte zu Missernten, Epidemien und Bürgeraufständen.
1816 Jahr ohne Sommer
Jahr ohne Sommer 1816 durch Vulkanausbruch Tambora
Der preußische Generalmajor und Militärhistoriker Carl von Clausewitz schrieb bei einer Reise durch das Rheinland im Frühjahr 1817: Ich sah stark geschwächtes Volk, kaum mehr menschlich, das auf der Suche nach halb verfaulten Kartoffeln über die Äcker lief. In den Gebieten des Niederrheins wirkten sich die steigenden Wassermassen des Rheines besonders schlimm aus. Deichbrüche waren an der Tagesordnung. Im Juli 1816 stieg der Pegel in Düsseldorf auf die Rekordmarke von 15408 Fuß. In diesem Sommermonat gab es nur einen heiteren Tag, dagegen 18 Regentage. An den anderen Julitagen war der Himmel bedeckt und zeigte permanente Regenneigung. Diese Wassermengen sorgten dafür, dass nicht nur der Rhein, sondern auch die zahlreichen anderen Flüsse und Rinnsale am Niederrhein über Monate hinweg Hochwasser führten und Felder und Wiesen überschwemmten. ein Dezernent der Regierung in Kleve befürchtete im Herbst 1816, dass die notleidenden Menschen „dem Gesetze den Gehorsam aufkündigen und auf alle Art nehmen, wo sie es finden können, um sich und ihren Kindern das Leben zu retten“. Man fürchtete „Verbrechen ohne Zahl“ und tatsächlich kam es verbreitet zu Plünderungen und Diebstählen.
In einer Chronik verzeichnete der Kempener Heinrich Goertsches im Winter 1816/17: Der Jammer über den armen Mann ist nicht zu beschreiben, alles ist verdorben, die Leute schrien um Brot.
Geschichtliche Ereignisse (generiert von ChatGPT)
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- 1815: Niederlage Napoleons bei Waterloo
- 1815: Wiener Kongress endet (Neuordnung Europas)
- 1817: Gründung der ersten deutschen Burschenschaften (Jena)
- 1819: Ermordung des russischen Dichters Alexander Puschkin
- 1821: Griechischer Unabhängigkeitskrieg beginnt
- 1824: Tod von Lord Byron
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1832: Hambacher Fest
- 1840: Friedrich Wilhelm IV. wird preußischer König
- Wiener Kongress (1815) : Nach der Niederlage Napoleons wollten die europäischen Großmächte 1815 die politische Ordnung Europas neu ordnen und künftige Kriege möglichst verhindern. Auf dem Wiener Kongress wurden insbesondere die Grenzen vieler Staaten neu festgelegt und ein System kollektiver Stabilisierung verabredet. Für den deutschen Raum war vor allem die Folge wichtig, dass dabei die Grundlage für den Deutschen Bund gelegt wurde: Er sollte die vormals stark zersplitterten Territorien nach außen zusammenfassen, zugleich aber den einzelnen Fürstentümern weiterhin große Eigenständigkeit lassen. Das Ergebnis war ein instabiler Kompromiss zwischen dem Wunsch nach Ordnung und der fortbestehenden Vielfalt regionaler Interessen.
- Belgische Revolution (1830) : In den südlichen, überwiegend katholisch geprägten Gebieten des Vereinigten Königreichs der Niederlande wuchs ab 1830 der politische und wirtschaftliche Druck. Unterschiedliche Interessen zwischen Norden und Süden führten zu massiven Spannungen, während die Bevölkerung zunehmend mehr Selbstbestimmung forderte. Der offene Aufstand entwickelte sich schnell zu einem breiteren Konflikt und endete mit der Loslösung Belgiens. Internationale Vermittlung und der Einsatz der Großmächte machten die neue staatliche Ordnung letztlich möglich: Belgien wurde als unabhängiger Staat anerkannt. Die Revolution veränderte damit nicht nur die Landkarte, sondern hatte auch Signalwirkung für weitere nationale und liberale Bewegungen in Europa.
- Zollverein (ab 1834) : Ab 1834 schlossen sich zahlreiche deutsche Staaten zum Deutschen Zollverein zusammen. Ziel war es, die bis dahin oft zahlreichen Zollschranken innerhalb des deutschen Raums abzubauen. Durch die Vereinheitlichung von Zollsätzen und die Schaffung klarer Regeln für Handel und Durchfuhr wurde der Binnenmarkt spürbar erleichtert, was vor allem Handel und Gewerbe stärkte. Zudem hatte der Zollverein eine politische Nebenwirkung: Indem er wirtschaftliche Verflechtung schuf, förderte er langfristig die Annäherung zwischen den Staaten und machte die Idee eines enger zusammenwachsenden Wirtschaftsraums wahrscheinlicher. Insgesamt trug der Zollverein damit wesentlich zur wirtschaftlichen Dynamik im Vormärz bei.